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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wenn man mit dt. Kopf denkt



Pitti
06.02.2005, 15:19
Hi Folks,
wie hier sicher einige wissen, bin ich gerade auf der Suche nach einer Uni in den Staaten, um die Ausbildung zur RN zu machen.
Dabei habe ich leider "mit deutschem Kopf" gedacht: Ich hatte mir 2 Unis herausgesucht, die mir von dem Internetauftritt und den Kosten her zugesagt hatten.
In dieser Woche gab mir ein lieber Freund in einem Gespräch dann den Hinweis, dass das wohl kaum reichen dürfte.
In den USA ist es durchaus üblich, um die 20 Bewerbungen zu versenden und dann zu sehen, welche Uni zusagt.
Fazit:
Je mehr Bewerbungen desto besser.
Falls sich hier jemand also in dergleichen Situation befindet, sollte er mehrere Unis in die Wahl einbeziehen.
Kleinigkeiten können einen direkten Weg manchmal mit Umwegen pflastern...
Ich wünsche allen, die sich auf dem Weg in die Zunkunft in Amerika befinden, eine schnurgerade direkte Strecke...
LG,
Pitti

Coyote
06.02.2005, 19:42
Ich muss dem zustimmen. Letzte Woche war ein interessanter Artikel zu diesem Thema im U.S. News & World Report Magazin.

Man schaetzt dort den Bedarf an nurses in den naechsten 15 Jahren auf knapp 800,000. Der Bedarf kann absolut nicht durch Amerikaner gedeckt werden.

Grund dafuer ist auch, dass die amerikanischen Universitaeten jaehrlich ca 40,000 nurses ausbilden muessten, nur um die derzeit vorhandene Zahl an nurses zu halten.

Aber auch das ist nicht moeglich, denn es fehlt auch stark an qualifizierten Lehrern an den Unis. Aus diesem Grund muessen viele Unis Studienplatzbewerber ablehnen!

Daher sollte man, wie Pitti hier schreibt, unbedingt seine Bewerbung an so viele Unis wie moeglich senden. Ein Studienplatz ist nicht garantiert!!

Todd, RN
06.02.2005, 19:48
Die Zustände in Deutschland sind ja leider nicht weniger skandalös, wenn man überlegt, dass Pitti meines Wissens auch dort keine Aussicht auf einen Ausbildungsplatz zur Krankenschwester hat.

Deutschland spekuliert halt auf Pflegekräfte aus den neuen EU-Ländern Osteuropas, die dann zuhauf ins Land geholt werden, wenn der Arbeitsmarkt in 5 bis 10 Jahren dank Bevölkerungsabnahme wieder läuft und es zu Mangelerscheinungen im Pflegebereich kommt.

Ich drücke beide Daumen, Pitti! Da muss doch irgendwann einmal irgendwas gehen, bei soviel Initiative!

daniela23
17.02.2005, 01:12
Hallo Ihr lieben,

ich habe letztes Jahr in Deutschland meine ausbildung zur Krankenschwester abgeschssen.
Ich habe an einem Akademichen Krankenhaus mit Auszubildener Schule gelernt.
Als ich meine Ausbildung angefangen habe wurde der letzte Kurs komplett vom Krankenhaus uebernommen, als ich fertig war wurden nur 5 von 19 genommen und die anderen sind in der ambulanten Pflege und im Altenheim taetig, keine Chance auf eine Stelle!!!
Und es ist wie Thorsten sagt, viele Osteuropaeische Mitarbeiter!!!

LG
Daniela

Pitti
17.02.2005, 06:55
Ich drücke beide Daumen, Pitti! Da muss doch irgendwann einmal irgendwas gehen, bei soviel Initiative!

@Thorsten
Habe heute morgen eine Mail von einer zweiten Uni erhalten: Sie freuen sich auf meine Bewerbung.
Ich bin ganz sicher, dass mich eine Uni aufnehmen wird. Und selbst, wenn sie evtl. einen nicht so guten Ruf haben sollte, dann kann ich ja später immer noch einiges an Fort- und Weiterbildung nachschieben. Norbert wird ja wohl hoffentlich einen Job bekommen, wenn endlich das Problem der Arbeitsgenehmigung durch meine Nurse-GC erledigt ist.
Manchmal schleichen sich einige Zweifel, ob es wirklich klappt, ein, aber die lassen sich sehr schnell mit einem guten Gespräch mit einem kompetenten Gesprächspartner (Gott) in den Griff bekommen.
Du wirst Dein Vorhaben ganz genauso in die Tat umsetzen, davon bin ich absolut überzeugt. :knuddel Wer weiß, vielleicht bist Du mal irgendwann mein Chef??? Die Wege des Herrn sind so unergründlich, dass ich gar nicht darüber nachdenke. Sondern ihn lieber machen lasse. ER weiss schon, was er tut... Vielleicht müssen wir einen harten Weg gehen. Um das Geschenk, in den USA leben zu dürfen, wirklich zu schätzen. Aber auch, um zu erkennen, dass wir es schaffen. "You gonna make it" hat uns ein Ausbilder in Fort Rucker kurz nach Kursende dort gemailt. Nur diesen Satz - mehr nicht.
Konntest Du bei Deinem "Problem" alles zu Deiner Zufriedenheit (sofern man von Zufriedenheit sprechen kann :rolleyes: ) regeln?
LG,
Pitti

mel
17.02.2005, 06:58
Und da machen die in den Sataaten solche Schwierigkeiten, wenn so geniale Leute wie wir rüberkommen wollen um dort zu arbeiten?!?!
Gerade Thorstens Geschichte läßt mich an der ..... mancher dort Arbeitenden in der Einwanderungsbh. zweifeln!!
Na bin schon gespannt wie sich das alles entwickeln wird, irgend eine Lösong werden sie sich schon einfallen lassen müssen! :D

Todd, RN
17.02.2005, 21:38
@Pitti: Das hast Du wirklich schön geschrieben, Danke dafür! :knuddel

Es scheint, als tun sich da Perspektiven für Euch auf, nur nicht aufgeben. Ich bin auch dran und gespannt, was sich in den nächsten Monaten bei mir so ergibt. Wir werden uns hier im Forum gegenseitig unterstützen und Gott trägt uns da irgendwie durch, da bin ich ganz sicher!

@Mel: Es ist wohl weniger die Einwanderungsbehörde, an der man zweifeln muss, davon bin zumindest ich mittlerweile überzeugt. Es stimmt aber schon, dass es einem nicht unbedingt einfach gemacht wird, seine Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Grundsätzlich bin ich in meiner Haltung bestärkt worden, mir trotz aller Bemühungen um zukünftige Auswanderung in die USA auch im hier und heute ein Umfeld zu schaffen, in dem ich mich mit meiner Familie so wohl wie irgend möglich fühle. Gemessen am überwiegenden Teil der Weltbevölkerung lebe ich zur Zeit wie eine Made im Speck und dafür bin ich wirklich dankbar, trotz des herben Rückschlags, den ich kürzlich erleiden musste!

Stellt Euch mal vor, morgen geht es zum Schlitten fahren auf eine 5 Km lange Schlittelbahn und es ist strahlender Sonnenschein angesagt! Am Samstag bin ich dann wieder hier am "roundtable-usa" anzutreffen... :D

Mama2COOL
22.06.2005, 01:02
Grins :biggrin

ich weiss zwar nicht wie alt der "Artikel" hier ist...muss aber echt schmunzeln.....kann mir richtig gut vorstellen wie das beim Schlittenfahren aussieht....

Auch ich kann dem zustimmen, dass immer weniger examinierte KS von ihren eigenen Ausbildungsstellen uebernommen werden, bzw. scheint es auch keine grosse Rolle zu spielen wie man abgeschlossen hat, so kam es mir jedenfalls zu meinem Ausbildungsende vor. Da zaehlte wohl eher wer mehr Vit. B hatte....hatte die groesseren Chancen.
Ist echt uebel. Und die Jahre nach meinem Abschluss (1998) klagten viele Schueler ueber Misserfolg bei Bewerbungen.

:( ....und wenn man darueber nachdenkt...welche Muehe man doch in die Ausbildung steckt um die Examen zu bestehen und motiviert ist spaeter ein gutes Krankpflegepersonal zu sein.....desto depremierender ist es doch wenn man dann die ganze Prozedur hinter sich hat und trotzdem noch auf der Strasse steht.

Das will man erst einmal verstehen :confused

LG an Euch alle

Karin