Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keinen Durchblick!
Hi Leute!
Irgendwie fehlt mir immer noch der Durchblick in diesen komplizierten Prozess den man durchlaufen muß um als RN irgendwann mal in den USA arbeiten zu dürfen.Es geht schon los mit der Reihenfolge der Tests welcher zuerst erfolgen muß usw.Irgendwie hab ich bammel vor dem Englischtest(Toefl).Wie soll ich nur perfekt englisch sprechen lernen?Die Grammatik muß ja alles perfekt sein.Da muß ich ja Jahre lernen.Im Moment reicht es grad etwas zum verständigen im Urlaub aber mehr nicht.Irgendwie nimmt mir das den Mut.Dann hab ich gelesen das man auch Kinderkrankenpflege und Geburtshilfe beherrschen muß.Das hat man ja in Deutschland nie gelernt als Krankenschwester.Das sind hier 2 verschiedene Berufe.Schade das man sich keine Erfahrung in der Praxis in einen US-Krankenhaus holen kann.Da würde man bestimmt alles schneller lernen.Ich bewunder alle die das schon geschafft haben.Übrigens bin ich Krankenschwester in einer Psychiatrie in der geschlossenen Abteilung.Ist das ein Nachteil für mich?
MFG Kerstin
Hallo Kerstin,
herzlich willkommen hier im Forum. Ich kann verstehen das alles ganz schoen schwer aussieht wenn man noch am Anfang steht. Aber wenn der Wille da ist, ist das alles zu schaffen. Grundlage ist natuerlich erstmal Dein Englisch. Vielleicht solltest Du Movies in englischer Sprache schauen, Englisch Kurse besuchen usw.
Wie Du Anfangen musst haengt auch ein bisschen davon ab, wo Du in USA mal arbeiten willst. Du kannst auch eine Agentur wie pm-recruitment zu Rate ziehen, was die ganze Abwicklung evtl. beschleunigt.
Übrigens bin ich Krankenschwester in einer Psychiatrie in der geschlossenen Abteilung.Ist das ein Nachteil für mich?
Auf keinen Fall, das ist keine leichte Arbeit die Du da machst :respekt Thorsten hat da glaub ich Erfahrung, vielleicht kann er dazu was sagen.
Hi Stephan!
Danke für Deine schnelle Antwort.Wieso hängt es davon ab wo ich mal arbeiten will?Gibt es da verschiedene Vorraussetzungen?Eigentlich wollen wir ja nach Florida.Die Westküste hat uns sehr gefallen und auch die Gegend um Ft.Lauderdale.Wir waren schon einigemale im Urlaub da.Ist es eigentlich besser erst die Greencard zu beantragen oder erst die Lehrgänge.Vielleicht sollte ich auch erst einen anderen Job annehmen(vorrausgesetzt man kriegt die Greencard)damit ich richtig englisch lernen kann.Ach ich weiß auch nicht wie!Hat man als Krankenschwester irgend welche Vorteile bei der Beantragung
der Greencard gegenüber jemand der vielleicht gar nichts gelernt hat?
Schönen Tag noch wünscht Euch Kerstin
Todd, RN
10.07.2004, 12:03
Auch von mir herzlich Willkommen im Forum, Kerstin!
Ja, der Prozess zur Arbeitserlaubnis als Registered Nurse mit einer Greencard ist kompliziert.
Eine sehr gute Beschreibung der notwendigen Schritte findet sich übrigens auf www.sweetflorida.info :) !
Psychiatriepflegekräfte sind in den USA meines Wissens gut vermittelbar, es gibt ein breites Angebot von regionalen, grösseren Krankenhäusern angegliederten Stationen, Fachbehandlungszentren für Suchterkrankungen, State Hospitals für Forensik, Halfway Houses für Rehabilitation, Gerontopsychiatrische Stationen und Heime (speziell in Florida!) etc. .
Auch gibt es sehr interessante Weiterbildungen in diesem Pflegebereich, sei als Counceler, Nurse Practitioner oder Forensic Nurse (siehe andere Rubriken dieses Forums).
Perfekt müssen die Sprachkenntnisse übrigens nicht sein, der TOEFL fordert allerdings ein Sprachniveau, dass die Verständigung im Alltag ermöglicht!
Viel Erfolg bei der weiteren Recherche, "keep us posted"! :thumbsup
Hi Stephan!
Danke für Deine schnelle Antwort.Wieso hängt es davon ab wo ich mal arbeiten will?Gibt es da verschiedene Vorraussetzungen?
Weil die verschiedenen Nursing Boards zum Teil unterschiedliche Ansprueche haben.
Ist es eigentlich besser erst die Greencard zu beantragen oder erst die Lehrgänge.
Wenn Du nicht RN bist hast Du kein Anrecht, einen Antrag auf eine GreenCard zu stellen. Also erst alle erforderlichen Credentials und Tests, dann als letztes die Beantragung dder GreenCard.
Vielleicht sollte ich auch erst einen anderen Job annehmen(vorrausgesetzt man kriegt die Greencard)damit ich richtig englisch lernen kann.Ach ich weiß auch nicht wie!Hat man als Krankenschwester irgend welche Vorteile bei der Beantragung
der Greencard gegenüber jemand der vielleicht gar nichts gelernt hat?
Einer der gar nichts gelernt hat hat kann keinen Antrag auf die GreenCard stellen. Leute ohne Ausbildung gibt es ja bereits genug. Da kommt dann nur noch die Greencard Lotterie in Frage, allerdings wirst Du dann hier nicht sehr viel verdienen. Also nochmal, Du bist ja mit Deiner Ausbildung bereits in einer guten Situation, mach erst den Weg zur RN und dann kannst die begehrte Karte beantragen
Ansonsten schliese ich mich dem Thorsten's Posting wieder mal 100% an.
Hallo Kerstin - keiner erwartet von Dir, dass Dein Englisch absolut perfekt sein muss - die Anforderungen sind hoch, aber zu schaffen. Ich rate Dir dazu, Dir alles an Lernmaterial zu besorgen und dann anhand eines Zeitplanes zu lernen. Solltest Du in irgendeinem Bereich besondere Probleme feststellen, kannst Du immer noch einen Sprachkurs bzw. Einzelunterricht besuchen.
Die Credentials Evaluation ueber CGFNS ist eine Sache fuer sich, da musst Du erstmal alle Unterlagen Deiner Ausbildung zusammentragen, was schon mal Zeit in Anspruch nimmt. Solltest Du die Pruefung machen muessen, dann gibt es auch hierzu viel Material, um sich durchzuackern. Kinderheilkunde und auch Geburtshilfe ist dabei, das ist wahr und da hatte ich aus der Intensivmedizin kommend und als Nicht-Mutter auch zu knabbern. Aber wie gesagt, man kann nicht alles zu allem wissen und vieles laesst sich auch aus der allgemeinen Pflegeerfahrung und Lebenserfahrung und logischem Denken beantworten.
Als Krankenschwester hast Du einen Beruf, der immernoch zu den Mangelware-Berufen hier gehoert und Dich zur GreenCard berechtigen kann. Ein super Tip ist wirklich, ueber eine Agentur zu gehen, die helfen Dir mit den Einzelschritten und dem Organisatorischen - das Lernen und das Pruefungen schreiben kann Dir aber keiner abnehmen.
Hallo!
Erst mal danke das ihr so schnell geantwortet habt.An eine Agentur hab ich auch schon gedacht.Nur hört man nicht immer gutes über Agenturen und Vermittlungsgesellschaften aber ich werd mir die genannte mal anschauen.Mit der Greencard hab ich da was nicht verstanden.Ich dachte immer die kann man nur gewinnen.Das heißt wenn ich den Toefl,NCLEX und das GCFNS alles geschaft habe dann kann ich die wo direkt beantragen??(ohne Lotterie)Ich versteh noch nicht so richtig wie das läuft.Sorry!Aber ich werd mich schon durchfragen.Gibt es eigentlich nützliche Links wo man vielleicht sich die Tests schon mal anschauen oder probieren kann?Das man überhaupt weiß wieviel man lernen muß.Also ich will Euch nicht ganz so zufragen.Aber Danke erst mal fürs zuhören und Eure Tips.
Schönen Tag noch Kerstin
Todd, RN
12.07.2004, 18:03
Hallo Kerstin
Die Daueraufenthaltserlaubnis (="Greencard") beantragt der künftige US-Arbeitgeber als sogenannter "Sponsor" für Dich bei den US-Behörden. Das kann z.B. eine Vermittlungsagentur sein oder auch ein Krankenhaus. Ein Krankenhaus wird in der Regel allerdings erst dann Interesse an Deiner Verpflichtung haben, wenn Du die erforderlichen Prüfungen abgelegt hast.
Informationen zu CGFNS und zum NCLEX-RN findet man im Internet (fast) wie Sand am Meer, z.B.:
http://www.cgfns.org/cgfns/index.html
http://www.nclex.com
http://caring4you.net/tests.html
Herzlichen Gruss, Thorsten :wave
Hi Thorsten!
Erst mal Danke.hab jetzt verstanden wie das läuft.Das heiß also wenn ich einen Arbeitgeber finde der mich einstellen will beantragt er für mich die GC.Ich muß mich dann aber verpflichten und steh in seiner Schuld.Oder ich spiele bei der Lotterie mit und kann mir meinen Arbeitgeber selbst raussuchen und hab keine Verpflichtung.(falls ich gewinne)Wenn ich über den Arbeitgeber geh komm ich also um die Lotterie herum und es könnte schneller gehen.Seh ich das so richtig? Danke noch für die Links schau mir sie gleich an.Bist du auch Krankenpfleger?Wo wohnst du in den USA eigentlich?
Tschüß Kerstin
Oh sorry Thorsten hab grad gelesen das du aus der Schweiz kommst.Zu spät gesehen! :)
MFG Kerstin
Hallo Tilo
Du musst erst mal zwischen permanentem Visum (der sogenannten GreenCard) die Dich zum Leben und Arbeiten in den USA berechtigt und temporaeren Visen unterscheiden.
Die GreenCard Lotterie ist eine Moeglichkeit - das heisst Du kannst das Anrecht auf die Beantragung einer GreenCard (nicht wie viele denken, die GC selbst) gewinnen. Deine Daten, Ausbildung, fianzieller Background usw. werden ueberprueft und bei "Eignung" wirst Du zum Interview nach Frankfurt eingeladen und darfst dann als permanent resident alien in den USA leben und arbeiten als was Du willst.
Du kannst die GC ueber Investment erhalten - eine bestehende Firma aufkaufen z. B. oder eine Firma gruenden und Arbeitsplaetze schaffen. Wieviel Kapital dafuer eingesetzt werden muss, ist von Standort von Standort verschieden. Zur GC berechtigen wohl nur wirklich "grosse" Investionen. Aber da kenn ich mich nicht so toll aus damit - also bitte nicht festnageln.
Du kannst die GC ueber Employment erhalten - es gibt Berufe, die hier als Mangelware gelten - eben z. B. Krankenpflegepersonal. Bei entsprechender Eignung wird ggf. ein Arbeitgeber eine GC fuer Dich beantragen. Der Weg ueber eine der genannten Agentueren spart viel Zeit und Papierkrieg.
Temporaere Visen sind z. B. das Investment Visum - nein - ich wiederhole mich nicht, es gibt das E2 glaube ich heisst das, das fuer 5 Jahre laeuft und dann immer wieder unter Nachweis dass das Geschaeft "laeuft" erneuert werden muss.
Dann gibt es noch Studentenvisen, Visen fuer Verlobte von US-Buergern usw.
Aber das geht jetzt schon sehr weit. Wichtig fuer Dich ist - ein Gewinn berechtigt nicht automatisch zur GC, ein recht "sicherer" Weg mit vielen Huerden allerdings ist der Weg ueber Employment. Die Huerden in unserem Beruf sind halt die Pruefungen und einen Arbeitgeber zu finden, der das Sponsoring uebernimmt.
Ich hoffe, dass ich Dir ein wenig helfen konnte, Klarheit in diesem komplexen Thema zu finden und Dich nicht noch mehr verwirrt habe ...
Temporaere Visen sind z. B. das Investment Visum - nein - ich wiederhole mich nicht, es gibt das E2 glaube ich heisst das, das fuer 5 Jahre laeuft und dann immer wieder unter Nachweis dass das Geschaeft "laeuft" erneuert werden muss.
Dazu hat hier Brandy einen sehr gutens Posting hier gemacht:
http://www.roundtable-usa.com/showthread.php?t=99
Todd, RN
13.07.2004, 15:19
Hallo Kerstin
Ich habe mich im Vorstellungsbereich des Forums recht ausfürlich vorgestellt, schau doch mal da nach (Thorsten stellt sich vor), dann weisst Du mehr über mich!
Greencard Lotterie habe ich übrigens einige Male erfolglos gespielt und würde niemandem, dem es Ernst ist mit dem Auswandern, raten, ausschliesslich darauf zu setzen. Eine Freundin meiner Ehefrau hat allerdings gewonnen, manchmal klappt es also tatsächlich!
Hallo an alle!
Erst mal wieder vielen Dank.In Fragen zur Greencard ist glaub ich alles geklärt.Waren sehr hilfreiche Infos.ich werd es wohl so machen wie Ihr gesagt habt.So wird es am besten sein.Vielleicht sollte ich an der Lotterie nicht teilnehmen.Angenommen ich hab das Superglück und gewinne gleich obwohl ich meine Vorraussetzungen noch gar nicht erfüllt habe das wär ja blöd oder?Müsste mir eben dann einen Job suchen und mein Studium dort weitermachen,naja abwarten.Aber eins interessiert mich noch.Wärt ihr auch ausgewandert wenn ihr nicht so eine gute Ausbildung gehabt hättet und euch einen Job hättet suchen müssen wo ihr nur 5-10$verdienen würdet?Ich hab das mal ausgerechnet.Wenn man Glück hat und 10$verdient und dann aber Miete und Steuern und Versicherungen zahlen muß da bleibt ja nix hängen um halbwegs ein gutes leben führen zu können!Ich glaub da ist man in D. besser dran.Da hat man noch einigermaßen gute Löhne (auch als Hilfsarbeiter) ohne rund um die Uhr arbeiten zu müssen.Würde mich nur mal interessieren.
Tschüß kerstin
Ja, haette ich auch unter den von Dir genannten Bedingungen getan - ich finde einfach, dass die USA noch immer das "land of opportunities" sind und jeder es schaffen kann. Natuerlich ist es nicht einfacher geworden und die "vom Tellerwaescher zum Millionaer" Stories sind in unserem Zeitalter wohl wirklich nicht mehr realistisch.
Aber trotzdem - ich waere das Risiko eingegangen. So wie es jetzt ist, ist es mir natuerlich aber viel viel lieber :D
Hi!
Kann ich mir schon vorstellen das Dir das so lieber ist.Ich mein,ich bin bestimmt fleißig und liebe meinen Job.Aber jeden Tag 12 Stunden oder mehr und das vielleicht 7 Tage die Woche arbeiten zu müssen kann ich mir nicht vorstellen.Da hat man ja auch nix mehr vom leben.Aber viele machen das ja in den USA.Ich weiß nicht ob da anders oder lockerer gearbeitet wird aber hier in D.möchte ich das nicht wollen.Zumindest nicht in meinen Job.Da bin ich echt ausgepowert wenn ich nach Hause komm.
Tschüssi Kerstin
Todd, RN
13.07.2004, 18:47
Hallo Kerstin
Gewinn der Greencard heisst nicht, umgehend den Wohnsitz in die USA verlegen zu müssen, man muss allerdings den Behörden glaubhaft versichern, dies in Zukunft tun zu wollen.
Ich weiss nicht, woher Du Deine Informationen bezüglich der Lebensverhältnisse von Menschen mit geringem Einkommen in Deutschland und den USA hast - meine persönlichen Erfahrungen/Beobachtungen haben mich allerdings bewogen, auch diese Frage durchaus differenziert zu betrachten. Es gibt bekanntermassen auch in Deutschland Obdachlose und krasse Fälle von verdeckter Armut. Auch heruntergekommene Stadtviertel, in denen es eine Anäufung sozialer Problemfälle mit entsprechenden Verwahrlosungstendenzen gibt, sind in den meisten grösseren deutschen Städten zu finden. Ob das Leben in Armut dort tatsächlich "angenehmer" ist, als in entsprechenden Verhältnissen in den USA, vermag ich (glücklicherweise) nicht abschliessend zu beurteilen. Die kürzlich beschlossene "Hartz 4" Gesetzgebung sollte aber wohl all' jenen, die auf die "soziale Hängematte" in Deutschland setzen, zeigen, dass sie möglicherweise auf Sand gebaut haben.
In jedem Fall bin ich überzeugt, dass es mir in den USA leichter fiele, mich auch aus bescheidenen Lebensumständen "hochzuarbeiten". Motivierte, zuverlässige Arbeitskräfte haben gerade in der US-Servicebranche die Möglichkeit, die Karriereleiter hochzusteigen. Systemgastronomie, aber auch viele Einzelhandelsketten, haben jeweils ihre eigene modulare Weiterbildung, die es einem abhängig von Eignung und Neigung erlaubt, beispielsweise zum Assistant Manager oder gar Manager eines Mc.Donald's Restaurant aufzusteigen. In den USA schliesst eine leitende Funktion oftmals Gewinnbeteiligungen, Aktienoptionen und Timeshare-Ferienmöglichkeiten ein, so dass besagter Restaurantmanager durchaus einen Gegenwert für die geleistete Arbeit erhält, ohne dass er jemals ein BWL-Studium absolviert hätte.
Darf ich so neugierig sein, zu fragen, in welcher Fachrichtung Du studierst?
Hi Thorsten!
Ich glaub Du hast mich da falsch verstanden.Mit "Studieren" meinte ich die Lehrgänge oder Fortbildung die ich da noch machen müßte.Das war nur so eine Ausdrucksweise von mir.Sorry wenn ich Dich verwirrt habe:-)Ich bin ne ganz normale deutsche RN.Das mit den lebensverhältnissen stimmt schon.Natürlich gibts hier auch Armut und sozial schwache.Und die Aufstiegschancen sind natürlich in den USA 1000mal besser.Hier in ganz normalen oder Hilfsjobs gibt es das ja fast gar nicht.Ich mein nur das man mit einen ganz normalen Job hier eigentlich nicht schlecht verdient im Gegensatz zu den USA wo viele 2 Jobs machen müssen oder 6 Tage die Woche arbeiten müssen um das gleiche Geld zu verdienen.Aber wie du schon sagst:Dafür kann man auch in ganz normalen Jobs aufsteigen.
MFG Kerstin
Todd, RN
16.07.2004, 15:34
Hallo Kerstin
US-Amerikaner haben meiner Erfahrung nach im Durchschnitt einen erheblich höheren Lenbensstandard als wir (Statistiken hin oder her, ich hab's gesehen!), und der will erarbeitet werden! Der überwiegende Teil besitzt ein eigenes Haus, häufig gleich 2 Autos und finanziert seinen Kindern College-Ausbildungen! Man geht häufiger Essen oder lässt es sich nachhause liefern, beim Einkauf schätzt man den Service, dass Lebensmittel für einen eingepackt werden. Man "shoppt" gerne und ausgiebig in Malls und Shopping-Clubs.
Dafür arbeitet man dann eben ein paar Stunden in der Woche mehr und verzichtet auf ein paar Urlaubstage - in der Freizeit wird dafür aktiv gelebt und sich vergnügt.
Von meinen Verwandten in den USA, die in sehr durschnittlichen Berufen tätig sind, arbeitet nur einer in einem 2. Job und das auch nur, weil er mit 55 in den Ruhestand treten will (Feuerwehrmann) und seine Kinder im College sind.
Der Ehemann meiner Cousine ist Bauarbeiter, arbeitet aber viel und hart für seine Firma, manchmal bis zu 70 Stunden in der Woche - dafür besitzt er mit seiner Familie ein schönes Haus mit grossem Grundstück, 2 Autos, ein RV (Wohnmobil) und ein Boot.
Fazit: man sollte die Lebensumstände von Menschen in den USA als Ganzes betrachten und nicht nur Teilbereiche wie Arbeit und Krankenversicherungsschutz, die vordergründig und oberflächlich betrachtet möglicherweise abschreckend wirken!
Freundliche Grüsse zurück von
Thorsten
Wie immer muss ich auch hier Thorsten 100% zustimmen :cool:
Hallo Thorsten!
Da hast Du vollkommen recht.Ich hab ja auch nix anderes behauptet.Aber fakt ist trotzdem das es auch genug gibt die 2 Jobs haben um das sie am Monatsende wenigstens etwas auf die Hand haben.Kommt natürlich auch drauf an was und wieviel man sich leisten will und ob man Alleinverdiener ist.Und die Krankenversicherungen und alles andere an Versicherungen was noch wichtig ist sollten schon mit im Vordergrund stehen.Das sagt mir mein gesunder Menschenverstand.Die würde ich auf alle Fälle nicht abwerten!Und von einem normalen 10Stunden Tag mit 5-10$Stundenlohn bleibt sicherlich bei den wenigsten ein Haus oder gar ein Boot hängen.Das kann sich ja jeder auch selbst ausrechnen.Das ist hier so und auch in den USA.Aber wie Du schon sagst man kann es sich erarbeiten!Man sollte schon realistisch bleiben und nicht sagen jeder hat da 2 Autos ein schönes Haus und ein Boot!Das wäre Verblendung und damit ist keinem geholfen!
MFG Kerstin
Todd, RN
17.07.2004, 12:07
Hallo Kerstin
...und nicht sagen jeder hat da 2 Autos ein schönes Haus und ein Boot!
Ich spreche ja ganz bewusst auch nicht von jedem, sondern von den meisten US-Amerikanern.
Die Vergleiche zwischen Deutschland und den USA muss man als Krankenpfleger natürlich in der eigenen Berufsgruppe anstellen und nicht mit unqualifizierten Arbeitskräften, die "minimum wage" verdienen.
Die "durchschnittliche" RN verdiente in den USA im Jahre 2002 ca. 48.000 US-Dollar. Krankenversicherungen werden in der Regel vom Arbeitgeber gezahlt, die Kosten hierfür müssen also nicht von diesem Gehalt subtrahiert werden (bis auf Selbstbehalte). Vergleiche das mal mit Deinem Jahreslohn 2002...
Ich habe es schon an anderer Stelle im Forum geschrieben, wiederhole es aber gerne immer wieder: die Normalität in den USA ist es, einen Arbeitsplatz zu haben, in dem man recht ordentlich verdient und auch Ansprüche auf Krankenversicherungsschutz erwirbt. Unversichert ist eine Minderheit von US-Amerikanern. Ein Umstand, der zugegebenermassen kritikwürdig ist, aber zahlenmässig nicht so stark ins Gewicht fällt, wie uns all diejenigen weis machen wollen, die damit gegen "amerikanische Verhältnisse" in Deutschland polemisieren. Das gilt übrigens auch für Hollywood-Produktionen, die mit derlei Schicksalen gerne ihr Publikum zu Tränen rühren und dabei ein Zerrbild amerikanischer Lebenswirklichkeit um den Globus transportieren. Seltsam nur, dass man Spiderman durchaus nicht in Manhattan ansiedeln würde, die Fiktion sozialkritisch politisierender Produktionen aber stets gerne für bare Münze nimmt (ich nehme mich da nicht aus, Hollywood manipuliert sein Publikum durchaus sehr geschickt).
Gerne gaukelt man den Deutschen weiter vor, mit ihrem kostenineffizienten, rückständigen Gesundheitssystem das Beste der Welt zu haben. Gerade für die in diesem Gesundheitssystem Beschäftigten, auf deren Rücken eine Sparübung nach der anderen ausgetragen wird, überwiegen aber m.E. mittlerweile die Nachteile eines so stark staatlich gelenkten Systems. Dass es nach einhelliger Expertenmeinung auch einer der Hauptfaktoren für die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit ist, sei nur am Rande bemerkt.
Was Sozialversicherungen angeht, habe ich bis vor wenigen Jahren genauso wie Du gedacht. Nach 5 Jahren in der Schweiz ist es für mich allerdings schon normal, keine Zahnversicherung zu haben und weisst Du was - ich vermisse sie nicht einmal. Es kostet mich schlappe 30,- Euro, meine Zähne einmal im Jahr vom Zahnarzt durchsehen zu lassen. Dank guter Zahnhygiene habe ich bislang keine Löcher gehabt, aber auch die zu füllen, würde kein Vermögen kosten. Unfallversichert sind meine Zähne natürlich. Unfallversicherungen sind auch in den USA relativ preiswert zu haben.
Ab dem Eintritt in das Rentenalter ist man übrigens in den USA über MediCare gesetzlich versichert, dass wird in der Diskussion über das US-Gesundheitssystem oft vergessen.
Dein Standpunkt ist mir aber, wie oben schon erwähnt, durchaus nicht fremd. Es geht auch nicht darum, Dich vom Gegenteil zu überzeugen, sondern um einen anregenden Gedankenaustausch. Ich möchte mich in dieses Thema hier im Nursing-Bereich des Forums nicht zu sehr vertiefen und schlage daher vor, es ggfs. in einem entsprechenden "thread" im USA-Bereich des Forums fortzuführen.
Herzliche Grüsse,
Thorsten
Hallo!
Kann mir denn mal jemand sagen, mit welchen Kosten man insgesamt rechnen muss, wenn man das alles über pm-recruitment macht? Ich habe zwar auf deren Homepage gelesen, dass es 250 Dollar Registrierungsgebühren kostet, aber mehr hab ich bisher nicht finden können.
Gruß
Cookie
Todd, RN
18.07.2004, 07:38
Grundsätzlich für alle Personalvermittlungsagenturen gilt, dass sie mit Dir Profite erwirtschaften wollen, das ist schliesslich der Sinn und Zweck einer solchen Unternehmung! Der Vorteil für Dich liegt darin, dass Du auf Deinen ersten Schritten in den US-Gesundheitsmarkt begleitet wirst, keine Zeit und Geld auf Umwegen verlierst und auch Unterstützung z.B. bei der Wohnungssuche und der Anmeldung zur US-Sozialversicherung erhälst. Der Nachteil ist, dass Du während der ersten 2 Jahre in den USA weniger verdienst, als wenn Du direkt mit einem Krankenhaus in Verhandlung getreten wärest. Die wenigsten Krankenhäuser sind meiner Erfahrung nach allerdings bereit, Einwanderungen von wenig spezialisierten Pflegekräften direkt zu unterstützen, sie bedienen sich entweder Personalvermittlungsagenturen oder spezialisierter Einwanderungsanwälte. Um ein gutes Krankenhaus als Sponsor zu gewinnen, solltest Du Berufserfahrung und Fachweiterbildungen vorweisen können.
Es ist sehr wichtig, die Konditionen der Personalvermittlungsagenturen zu vergleichen und das für sich günstigste Angebot herauszusuchen. Ein Angebot, dass vordergründig günstig erscheint, weil es alle Gebühren für den Bewerber übernimmt, kann sich durch später zu entrichtende Lohnabzüge als nachteilig erweisen. Seine Berechtigung hat dieses Vorgehen aber sicher für Pflegekräfte aus Schwellen- und Entwicklungsländern, die diese für sie hohen Anfangsinvestitionen von einigen tausend Dollars niemals aufbringen könnten.
Hi Thorsten!
Du hast völlig recht.Ich habe gedacht du vergleichst den Verdienst und die Absicherung einer RN mit anderen Berufsgruppen.Den nicht in jeden Job ist es üblich so zu verdienen und abgesichert zu sein wie bei einer RN.Drum sagte ich nicht jeder hat ein Haus,Boot...etc.Ja und das unser hochgelobtes Sozialsystem am Ende ist sieht man ja jetzt.Es geht eben alles nur eine gewisse Zeit.Zu sozial ist eben auch nicht immer der beste Weg.Da hast du vollkommen recht.So ich hoffe alle Unklarheiten sind beseitigt.Wo willst du eigentlich mal hin wenn Du rüber gehst?Hast du Dein RN schon?
Es grüßt Dich Kerstin
Ach jetzt hab ich grad Dein Profil gefunden Du bist ja schon RN! Super!
By Kerstin
Todd, RN
18.07.2004, 12:38
Hallo Kerstin
Ich hoffe mit meiner Familie in 2005 nach Florida ziehen zu können :sunglass1 !
Hi Leute!
Hi Tilo! Herzlich willkommen auch von mir!
Lieber Thorsten sag mal wie lange stehst Du mit pm recruitment schon in Verbindung, daß Du Deine Auswanderung mit 2005 planst?
In Österreich verdient eine Krankenschwester nach ca. fünf Jahren auf einer Station ca. 2000€ ich glaube das ist etwas mehr als in Deutschland, aber seit es den € gibt sinkt unser Lebensstandart drastisch! Bei manchen Geschäften die aus Deutschland kommen und wo Eure und unsere ( Österr.) Preise angeschrieben sind mußte ich feststellen, daß wir deutlich mehr zahlen, dank unserer Politik! Vom Gehalt ziehen sie uns schon 46% an Steuern ab!! in den USA ist das deutlich weniger! und Euch aus der Krankenpflege muß ich ja nicht erzählen wie viel man für eine Standartkrankenkassengebühr noch an Leistungen bekommt. Wir haben Selbstbehalte über Selbstbehalte und der Standart in unseren Krankenhäusern ist teilweise schon mit dem Ostblock vergleichbar. Ich will in den USA nur mindestens das,was ich hier auch habe, (an materiellen Dingen) den way of life und das tolle Klima bekommt man ja umsonst dazu und das ist für mich unbezahlbar. :) LG. Mel
Hi Thorsten!
Da hast Du es ja schon fast geschaft.Ich wünsch Dir alles gute!
MFG Kerstin
Hi Mel!
Meinst du netto oder brutto?Ich verdiene im Monat 2400Brutto!Bin 7 Jahre dabei.Also meine Absicherung find ich ist ganz gut.Wir haben noch ne Zusatzrentenversicherung dabei.Und die 2400Euro sind aber ohne Zuschläge.(Nachtschicht etc.)Sonst kommen da nochmal ca.150 Euro dazu.
MFG Kerstin
Thorsten - :bigok volle Zustimmung !!!
Hier in Florida gibt es sowohl sehr Reiche aber auch sehr Arme - Naples hat eine beachtliche Millionaers-Dichte - Immokalee in der Naehe einen hohen Anteil an in recht aermlichen Verhaeltnissen lebenden (meist) Hispanics und eine Reihe Illegaler aus Guatemala und Gott weiss woher.
Was es hier gibt, ist allerdings eine "dicke" und stabile (obere) Mittelschicht - ich denke, dass sind die Menschen, von denen Thorsten erzaehlen will.
Der Anteil an Hauseigentuemern in den USA ist sehr hoch, ich glaube ich hab kuerzlich was von ca. 66% USA weit gelesen - im Gegensatz zu wohl grade Mal ueber 20% in Deutschland. Viele der Nursing Aides die wir im Hospital haben (sehr untere Lohngruppe) haben vielfach ein eigenes Haus und sind zufrieden - und die meisten von denen arbeiten auch nur in einem Job. Natuerlich ist Haus und Auto (oder 2) nicht gleich Haus oder Auto - das ist klar, immerhin hat man es hier aber einfacher, zu etwas eigenem zu kommen, als das in Deutschland der Fall ist. Gerade fuer diese Leute in den unterer Lohngruppen ist die Gruppenversicherung ueber das Hospital (Familie ist inklusive) und die Rentenversicherung ein Segen.
Die Mittelschicht definiert sich in der Regel als Vollzeitarbeitnehmer z. B. einer unserer Bekannten ist Mitarbeiter in einem Plumbing (Klempner)-Unternehmen, hatte darin schon im Norden ein paar Jahre Beruferfahrung, hat sich hier bewaehrt und dann innerhalb ein paar Monaten schon einen Aufstieg zu einem der Supervisoren gemacht - was natuerlich auch eine Gehaltserhoehung zur Folge hatte. Andere die wir kennen arbeiten bei Pest-Control (Ungeziefer-Service) oder in Security-Unternehmen - also keine Ausbildungs-(College-Education)-Jobs und verdienen soweit, dass sie sich ihre eigenen Haeuser finanzieren koennen und fuer die Ausbildung der Kinder sparen koennen. Meist arbeiten beide Ehepartner, was einfach gemacht wird durch die Tatsache, dass es viele (auch kirchliche) Kindergaerten oder Horte gibt und die Schulen bis in den Nachmittag gehen.
Es ist also richtig, zu sagen Haus und Auto (u.U. auch 2) sind fuer die Mittelschicht erschwinglich, man arbeitet mehr, geniesst aber auch die Freizeit die man hat wesentlich mehr als in D und ja - der Lebensstandard ist hier hoeher. Jeder hat die Chance, sich zu bilden - es gibt im Hospital z. B. auch Foerderprogramme und man hat die Chance sich hoch zu arbeiten.
Hi Tilo!
Die 2000€ sind Netto davon sind ca 300€ Zulagen: Nachtdienst, Sonn und Feiertag, Gefahren und Erschwerniszulagen...
Zur Mittelschicht kann ich nur sagen, daß die in Österreich stetig schrumpft und zwar in einem Affentempo. Wenn das so weiter geht gebe ich dem Ländle
keine zehn Jahre mehr und dann gibt es nur noch arm und reich!!!
Aber das ist alles kein Problem weil der Österreicher zu Hause schimpft und jammert und trotzdem nichts daran ändert!-Gut für die, die auf Kosten der Anderen leben! Ich könnte eine Gastritis kriegen wenn ich daran denke! :motzen
ami-paul
19.07.2004, 07:44
Hallo alle zusammen,
also ich (wir ) wohnen in der nähe von Frankfurt und ich muß sagen hier hat fast jeder einen zweiten job denn seit dem € kann man seinen bisherigen Lebensstandart nicht mehr aufrecht erhalten.Allein was wir an Miete bezahlen für eine 3 Zimmer Wohnung davon kann ich in den USA locker ein Haus und einen Kleinwagen finanzieren.
Hier in Deutschland wollen die meisten nicht war haben das sich alles ändert und das SIE etwas dazu beitragen müßen damit es besser wird, irgendwie werde ich das Gefühl nicht los das man darauf wartet das jemand etwas tut und bis dahin kann ich ja mal meckern.....
Ich denke in den USA ist es auch nicht einfach aber dort ist jeder seines Glückes Schmied und wer will der kann :D
Todd, RN
19.07.2004, 11:51
Lieber Thorsten sag mal wie lange stehst Du mit pm recruitment schon in Verbindung, daß Du Deine Auswanderung mit 2005 planst?
Hallo Mel,
meinen ersten Kontakt mit pm-recruitment hatte ich ca. Mitte 2003!
In der Schweiz verdient man übrigens als "einfacher" Krankenpfleger mit etwas Berufserfahrung im Kanton Zürich je nach Kurs etwa 3500 bis 4000,- Euro netto, man zahlt davon allerdings noch seine Krankenversicherung selbst (ca. 150,- Euro). Steuern und Sozialversicherungen betragen ungefähr 25% des Bruttoeinkommens.
Todd, RN
19.07.2004, 17:43
Hallo ami-paul
Schön, dass mal jemand darauf hinweist, dass es in Deutschland in jüngster Zeit durchaus ein "Beschäftigungswunder" gegeben hat - nämlich bei den geringfügig Beschäftigten. Diese Jobs gehen allerdings nur selten an Arbeitslose, sondern wie Du schon so richtig sagst, an Menschen die auch in Deutschland 2 Jobs brauchen, um ihren gewünschten Lebensstandard finanzieren zu können.
Ich müsste in Deutschland wohl auch nach einem Zweitjob suchen, z.B. als Nachtwache im Altenheim, um als Krankenpfleger genug Geld zu verdienen, dass es für eine Familie reicht...
ami-paul
19.07.2004, 19:35
Tja Thorsten ,
das mit den 400€ job´s ist so eine sache da die Löhne hier in Deutschland nicht so hoch sind ist mir als 400€ job zum Beispiel eine Halbtagsstelle als Arzthelferin angeboten worden wobei ich sagen muß die Arbeitszeiten wären nur am nachmittag gewesen.... bis ca 20:00H......
Hand aufs Herz wer zu den normal verdienenden zählt hat entweder eine gute Hausbank die einem einen schönen Dispo einräumt oder man lebt bescheiden.... Bei uns sind die Lebenshaltungskosten sehr hoch miete liegt bei ca 10€ pro qm kalt, eine ca 85 qm 3 Zi Eigentumswohnung Kostet ca
230 000 €, wir zahlen für unseren KiGa platz von 7:30-14:30 195 € im Monat und das ist noch günstig....
Armut zumindest versteckte gibt es hier sehr viel mir ist auf gefallen das viele Ältere Menschen sich gar nic´ht trauen zum Sozialamt zu gehen aus Stolz und aus Überforderung genau so werden unheimlich viele von Ihrer Familie aufgefangen und unterstützt das sind Zahlen die man nicht findet...
selbst kinderarmut hat drastisch zugenommen es ist erschreckend zu sehen was aus good old Germany geworden ist .
Man sollte die Augen öffnen und die Ohren und bald wird man sehen die Dritte Welt fängt hinter unserer Haustür an...
Hi Leute!
Also ich finde das mit den 2 Jobs in D.hält sich noch in Grenzen.Erstens lohnt sich das fast nicht wegen der Steuer.Zweitens werden nur wenig Arbeitgeber das genehmigen und drittens nach einen 10 Stunden sind die meisten kaputt und freuen sich nur noch auf den Feierabend.Und auch in D.gilt:2 Verdiener können hier ziemlich gut leben.Alleine sieht die Sache schon anders aus.Da sollte man seinen Lebensstil schon den Verdienstverhältnissen anpassen.Aber das ist ja überall so.
MFG Kerstin
Nach allem was ich in letzter Zeit so aus D gehoert habe, sind wohl nur wenige dieser zweiten Jobs offiziell - viele der Zweit- oder Dritt-Jobs sind einfach Schwarzarbeit und das hilft der Gesellschaft halt auch nicht unbedingt weiter.
Hi Sabine!
Schwarzarbeit gibt es,das stimmt.Aber das betrifft speziell das Handwerk und die Baubranche.Klar helfen tut das dem Staat nicht.Aber irgendwie fördern die das ja.Dann brauchen sie sich nicht zu wundern.
MFG Kerstin
Das ist ja das Schlimme - es wird quasi noch gefoerdert und deshalb halten es die meisten in der Bevoelkerung auch fuer ein Kavaliersdelikt - leider ist keinem bewusst, wie schaedlich das alles fuer das Gemeinwohl ist.
Hallo Mel,
meinen ersten Kontakt mit pm-recruitment hatte ich ca. Mitte 2003!
In der Schweiz verdient man übrigens als "einfacher" Krankenpfleger mit etwas Berufserfahrung im Kanton Zürich je nach Kurs etwa 3500 bis 4000,- Euro netto, man zahlt davon allerdings noch seine Krankenversicherung selbst (ca. 150,- Euro). Steuern und Sozialversicherungen betragen ungefähr 25% des Bruttoeinkommens.
LieberThorsten!
Na da geht es Euch ja viel besser, als uns! Aber Ihr seid ja auch nicht bei der EU und müßt Brüssel mitfinanzieren! Seit wir dabei sind geht es uns von Jahr zu Jahr immer schlechter! Ich sehe kein Licht am Horizont und das ist auch ein Grund warum ich weg will. Man soll alles zahlen, aber kann sich nicht wehren, oder etwas verändern.Z.B.Spritpreiserhöhung (bei der unser Staat fest mitkassiert), Steuererhöhungen...Bei der Euroeinführung hat man uns versichert, daß jeder,der die Preise aufrundet bestraft wird- getan haben es alle, bestraft wurde niemand, verdient haben die Politiker durch Schmiergelder und blechen tun wir! Jetzt wollen sie die kleinen Centmünzen abschaffen, dann können sie uns durch neuerliches Aufrunden wieder abzocken! Die Belastungen werden immer mehr, der Verdienst immer weniger! Bei uns verdient eine Verkäuferin mit 40-50 Stunden/ Woche ca 600-700 Euro netto! Das Krankenpflegepersonal (Diplomiert) mit den schon genannten 1800-2000€ netto gehört in der " Mittelschicht " zu den Topverdienern! In meinem Bekanntenkreis kenne ich keine Familie, in der nicht beide Partner arbeiten müssen, aber nicht für den Luxus, sondern aus existenziellen Gründen. :motzen :motzen :motzen :motzen
:) jetzt zu etwas Positivem: ich bin über glücklich zu hören,daß man über pm-recruitment in einem Zeitraum von ca 2 Jahren (sofern alles gut geht) in die USA kommt. :banane :banane :banane
Bei uns verdient eine Verkäuferin mit 40-50 Stunden/ Woche ca 600-700 Euro netto! Das Krankenpflegepersonal (Diplomiert) mit den schon genannten 1800-2000€ netto gehört in der " Mittelschicht " zu den Topverdienern!
Na da ist aber in Oesterreich im Gegenteil zu Deutschland ja ein Abstand in der Bezahlung Verkaeufer/in - Krankenschwester/pfleger. Eine Ausnahme besteht allerdings wohl bei Aldi in Deutschland, da verdient die Kassiererin mehr als eine Krankenschwester :biggrin :traurig
Soviel leider zum Berufsstand der Pflege in Deutschland.
Todd, RN
23.07.2004, 12:41
Hallo Mel,
2 Jahre sind wahrscheinlich nicht ganz unrealistisch, wenn alles "wie am Schnürchen" läuft - bedenke aber bitte, dass ich sämtliche Prüfungen (u.a. Nclex-RN, VisaScreen) schon absolviert habe.
Am zeitaufwändigsten ist die Bearbeitungsdauer des Einwanderungsvisums, laut USCIS in meinem Fall 350 - 400 Tage!
Ich drücke Dir die Daumen, dass alles Deinen Wünschen entsprechend verläuft! :thumbsup
Vielen Dank!
Freu mich schon:- mit Euch bei einem coolen Bier- in einem netten Restaurant- in einem traumhaften Land...... :bier
Liebe Grüße Mel
Todd, RN
25.07.2004, 08:47
Hi Mel
Das hätte schon was mit dem Bier in Florida... :bier !
Du hattest in einem anderen thread angedeutet, dass Du jemanden kennst, der ebenfalls über OpenHearts in die USA möchte.
. Übrigens habe ich eine Kollegin kennengelernt, die auch Kontakt mit "openhearts" hat, wie weit sie schon ist werde ich noch erfahren dann teile ich Dir die neuen Informationen mit.
Wie läuft es denn bei ihr so?
Herzliche Grüsse,
Thorsten
Freu mich schon:- mit Euch bei einem coolen Bier- in einem netten Restaurant- in einem traumhaften Land...... :bier
Auf diesen Tag warten wir, ausgemacht? Da freuen wir uns schon alle drauf :bounce1
Hallo an alle,
Meistens höre ich das diese tests und regulationen da sind um zu verhindern das Nurses aus dem Ausland, Amerikanern Arbeitsplätze streitig machen. Richtig?
Nun falls die Info's die ich habe stimmen, Bin ich aber ein Amerikaner, der im Ausland den beruf erlernt hat, weiß irgentwer wie die Lage da ist?
Sowohl von den tests als auch den einreisebestimmungen?
Stimmt es das wenn EIN Elternteil Amerikaner ist man den Anspruch auf amerikanische Staatsbürgerschaft hat? Und wie siehts da mit Adoptionen aus?
Danke Daniel
ami-paul
27.07.2004, 10:42
bei dem mangel kann ich mir das nicht vorstellen und irgendwie muß ja gesichert sein das man auch Pflegen kann und ein Zertifikat,Diplom, Urkunde besitzt.
Die Ansprüche sind gerrrecht den die Nurse hat einen anderen Stellenwert als bei uns.
Es steht darüber hier schon einiges geschrieben.
Das von drüben einfacher oder schneller geht bezweifele ich aber Sabiene wird Dir mehr darüber sagen können
Gruß Moni/ami-Paul
Die Nursing Shortage hier so unheimlich hoch, dass man haenderingend nach Nurses such - die Regulationen gibt es deshalb, weil der Beruf hier doch andere Anforderungen und auch einen anderen Stellenwert hat als in D.
Man uebernimmt hier viel mehr von den in Deutschland sogenannten "aerztlichen" Taetigkeiten und hat mehr Verantwortung. Es geht nicht um die reine pflegerische Taetigkeit, es geht mehr ins Organisatorische und das, was man "Patienten-Anwalt" nennt hinein.
Der "Patienten-Education" - also der erziehenden Funktion und der teamuebergreifenden Struktur - von der Nurse geleitet - kommt mehr Stellenwert zu.
Egal wie - die RN Lizenz musst Du erwerben, bevor Du hier als RN arbeiten kannst - auch fuer den Weg zur LPN musst Du Deine gesamten Unterlagen ueber die Deutsche Ausbildung und so beibringen.
Du kannst entweder durch eine Heirat hierher auswandern und dann die Ausbildung machen (die Kosten mit Student Loan oder so fianzieren und z. B. um schon mal im Krankenhaus Erfahrung zu sammeln als Hilfskraft -CNA- mit einem mehrwoechigen Kurs arbeiten) oder Du gehst den hier schon mehrmals beschriebenen Weg ueber eine Agentur bzw. ueber die Pruefungen und Anerkennungen Deiner Deutschen Ausbildung, was halt ebenfall einige Zeit in Anspruch nimmt.
Also zu dem mehrmals beschriebenem Weg,
Ich habe Kontakt zu Open Hearts aufgenommen, die sagen das ich nur toefl und das RN examen machen muss , wenn ich greencard oder staatbürgerschaft anderweitig erhalte. die anderen tests sind nur dafür da den visascreen zu becommen...
Danke für die hilfe
Daniel
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