Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist es so, wie gedacht?
Hi,
ich habe eine kurze Frage an alle die, die ausgewandert sind oder gerade Auswandern!!!
Ist das Auswandern und das Leben in den USA genau so, wie Ihr es euch vogestellt habt?
wow, das ist eine komplexe Frage. Ich versuche einmal sie zu beantworten und sage: nein. Nein, weil man sich einfach vorher nicht genau vorstellen kann, wie es ist, auszuwandern. Es ist ja nicht nur wie ein Umzug von Berlin nach Koeln, sondern man zieht in eine ganz andere Kultur, man muss sich mit ganz anderen Gebraeuchen und Erfahrungen seiner neuen Nachbarn und Arbeitskollegen auseinandersetzen.
Die meisten Auswanderer kennen sich heute, auch dank unseres Forums, sehr gut mit den allgemeinen Lebensumstaenden in den USA aus. Aber es sind die kleinen Details des Alltagslebens, die einen oft ueberraschen. Vor allem als ich ausgewandert bin, gab es solche Foren wie dieses noch nicht, die einen ueber solche Dinge informieren konnten.
Beispiel: In Deutschland zahlte ich meine Stromrechnung monatlich per Dauerauftrag und einmal im Jahr kam jemand zum Ablesen des Zaehlers und dann wurde verrechnet. Hier in New York kommt jeden Monat jemand zum Ablesen und man bekommt 1 Woche spaeter eine Rechnung und muss diese dann mit einem Scheck bezahlen. Verglichen mit dem deutschen System ist das schrecklich umstaendlich. Ich empfand es als laestig, dass ich einmal im Monat da sein muss um den Ableser hereinzulassen.
Inzwischen bin ich es gewohnt, aber das ist ein typisches Beispiel fuer die Kleinigkeiten im Alltag, die oft ganz anders sind, als man sich vorgestellt hat, bzw. ueber die man sich eben vor dem Auswandern gar keine Gedanken gemacht hat.
Du hast hier Deine Frage unter "Arbeiten und Praktikum" gepostet, daher will ich darauf naeher eingehen. In der Arbeitswelt gibt es genauso sehr viele kleine Gepflogenheiten, die ganz anders sind, als man es aus Deutschland kennt und oft unerwartet. Klar, man kennt sich in seinem Beruf aus, aber man hat meistens keine Ahnung von diesen Eigentuemlichkeiten amerikanischen Lebens. Beispiele sind da die Wichtigkeit des dress codes, eine oft sehr buerokratische Struktur innerhalb eines Unternehmens, ganz anderer Umgang mit Krankheitstagen, Urlaub, etc. als in Deutschland.
Die meisten Auswanderer stellen sich wohl insgeheim und unbewusst schon vor, dass ihr Leben ungefaehr so weiter gehen wird wie in Deutschland, nur eben in einem anderen Land und in einer anderen Sprache. Die werden ueberrascht sein wie sehr "anders" es hier doch ist. Deshalb ist das Allerwichtigste was ein Auswanderer mitbringen muss Offenheit. Nur wer offen ist und das Neue akzeptiert und nicht staendig alles mit der Vergangenheit in Deutschland vergleicht wird hier gluecklich werden. Denn es warten einige Ueberraschungen auf ihn.
Allerdings wird diese Ueberraschung in den meisten Faellen wohl positiv sein. :)
komplexe frage....
ich weiss garnicht mehr was ich gedacht habe. Was fuer erwartungen hatte ich damals mit anfaenglichen 20 Jahren :confused
ich denke ich hatte mehr erwartungen an mich als an das Land selbst. Klar hatte ich eindruecke durch Urlaub, Berichte u TV aber ich war schon "damals" reif genug zu wissen dass man selbst einen eindruck braucht und man sich nicht zu sehr v aussen beeinflussen lassen sollte. ich wusste nur, dass ich seit meinem 6ten lebendsjahr hinwollte und das es definitv anders sein wird.
Viele Sachen die ich zu "kennen" dachte waren komplett anders und ich musste mich komplett neu einleben was aber in einem fliessenden uebergang geschehen ist.
Man sollte schon ein recht kompromissbereiter mensch sein, wenn man in die Staaten will. Man muss auch die einstellung vertretten sich anpassen zu WOLLEN (meine meinung halt)
Da ich dazu bereit war, gab es wniger probleme. klar musste ich vieles neu lernen und ich lerne immer noch, aber trotzdem ist die Umstellung recht "reibungslos" uebergegangen.
Ich hab selbst mehr Probleme hier in Deutschland mit der Anpassung als damals in America.
Mag bloed klingen, aber ich kann mich an umstellung kaum noch erinnern. Und was jetzt kommt mag noch bloeder klingen: ich hatte mehr probleme mit der Umstellung NY <-> FL als mit D <-> USA o____O GO FIGURE!!!!
Wie gesagt, ich vertrette die Meinung dass man ein besonderer Menschenschlag sein muss um eine Umstellung recht reibungslos zu "ueberstehen"
Und die genuegende Portion Kompromissbereitschaft und Wille sollte auch dazu gehoeren.
alles schwer zu erklaeren, aber USA hat mich erwartungsmaessig GARNICHT enttaeuscht sondern nur noch mehr dazu gebracht dieses Land zu lieben... man bin ich homesick
Sonja, das ist interessant, meine Frau meinte letztens auch, dass die Umstellung NY --> CA/AZ weit schwieriger werden wird als die Umstellung D -> USA.
Auch wuerde uns eine Umstellung USA --> D wohl sehr viel schwerer fallen als die Umstellung D --> USA, denn letztere haben wir gewollt, erstere waere fuerchterlich.
Danke für die Antworten.
Ich denke, dass ich mir nun ein besseres Bild machen kann was uns erwartet, wenn wir umziehen. :)
Gerade das mit dem "Stromablesen" und ähnliche Dinge, damit beschäftigt man vorher sich sicher nicht in dem Maße. Vielleicht ist es aber doch gar nicht so schlecht, meine Eltern meinen es wäre sicher so übersichtlicher und besser nachzuvollziehen, welchen Verbrauch man hatte. Bei uns in D kommt mit der Abrechnung die große Überraschung.
Wird man in einem Praktikum einen solchen Einblick in die Gepflogenheiten bekommen, dass man weiß was einen erwartet wenn man eine Stelle in den USA annimmt??? Ich möchte gerne ein Praktikum oder einen Schüleraustausch machen, leider ist das an meiner Schule nicht üblich. Wir machen in der Jahrgangsstufe 11 nur einen 14-tägigen Besuch in den USA. Wenn überhaupt. :-( Am liebsten wäre es mir, wenn wir schon vor meinem Abi drüben leben würden und ich gleich mit der Ausbildung in den USA einsteigen könnte. Das wäre super.
Meine Familie und ich, wir sind auf jeden Fall offen für ein Leben in den USA und möchten lieber heute als morgen dort leben können. Eigentlich merke ich schon wie viel leichter es mir fällt in die USA zu fliegen - die andere Richtung liegt mir einfach nicht. Ich fühle mich immer sofort zu Hause. Da kann ich mir vorstellen, wie schwer es wäre, wenn man dort gelebt hat und wieder zurück müsste. Nein, das möchte ich nicht.
Ja ein Schueleraustausch bringt einen in eine amerikanische Familie, und wenn man da ein wenig die Augen offen haelt, wird man miterleben, wie der amerikanische Alltag aussieht. Ein Praktikum bringt einen in einen amerikanischen Betrieb und dort wird man den Arbeitsalltag miterleben.
Beides ist zwar noch nicht genau das Gleiche wie selbst in den USA leben und fuer alles verantwortlich sein, aber sicherlich der beste Weg, das Leben hier kennenzulernen.
Wie waere es denn mit einem High-School Jahr in den USA?
Die Frage ist komplex, das ist wahr, was ich allerdings zusammenfassend sagen kann ist, dass ich wirklich sagen kann, dass hier "hinlangen" und "sich einsetzen" noch belohnt werden.
Das ganze Leben ist hier noch mehr auf eigene Leistung und Einsatzbereitschaft ausgerichtet und es ist eine Atmosphaere des Aufbruchs und ein sogenannter "can do attitude" der vorherrscht. Und das ist unglaublich ansteckend - es ist wirklich so, dass man durch diesen immer noch vorherrschenden Pioneer-Geist einfach auch das Gefuehl hat, alles schaffen zu koennen und dadurch auch mehr erreichen kann.
Vielleicht macht auch einfach die Sonne viel aus, ich fuehle mich hier lebendiger als jemals zuvor in Deutschland und habe viel mehr Lebensfreude.
Also ich kann das auch nicht so einfach beantworten....hmmm Ich hatte eine grosse Freude und einen wahnsinnsenthusiasmus in mir, als wir herueber kamen. Ich war gewillt mich anzupassen ,voll zu integrieren Nach 3/5 Monaten bekam ich hier echt die Krise,alles schien komplizierter ,anstrengender, meine erster Job war echt die wiederauflebung der Sklaverrei,ich wurde saumaessig unterbezahlt(mit Absicht) und ausgenutzt .Ich arbeitete mehr als in D als singlemom mit eigenem Buisness und konnte nie mein Kind abends in bett bringen ,da ich immer unterrichtee zu der Zeit. Echt, ich sah mein Kind weniger als nun verheiratet als frueher als alleinerziehende Mutter. Es kostete mich sehr viel Kraft von meiner inneren Einstellung ;
'ich bin kein quitter, ich muss doch dankbar sein als alien so schnell in meinem erlernten job arbeiten zu duerfen...alle Einwanderer habens ersteinmal schwer und fangen eben wieder bei null anbla bla bla '
Abstand zu nehmen und zu erkennen ,hey Heidi Du wirst hier voll ausgenutzt ,Du hast nen Degree in der Tasche und es echt nicht noetig Dich fuer so wenig Geld taeglich mit so unprofessionellen Leuten herum zu schlagen. Ich hatte hier in USA zwar noch keinen "Namen" aber kein Name ist besser als ein schlechter, nur weil man an einer cheese Schule unterrichtet. Ich also meinen Job nach 6 Monaten gekuendigt und am gleichen Tag ein Interview-Training hier an der Uni gegeben .Ersteinmal als Substitute fuer ein halbes Jahr gearbeitet und dann endl. angestellt.
Privat lol...happy aber alles war auch hier anstrengend....hatte einen heftigen Christenschock so nenn ichs mal ....es schien ewig zu dauern bis ich die richtige Schule fuer mein Kind fand und dann wars schon Ende Mai und dreimonate Sommer Break .Klasse hatte also (eigentl. das liebste Kind der Welt aber) eben einen Erstklaessler nun insgesammt 6 Monate zu Hause hocken bevor er wieder "beschaeftigt" war.Familie meines Mannes superlieb ,nur schaue und erwarte nichts tiefsinniges :rolleyes: Du kannst mit keinem Gespraeche fuehren ,ok man gewoehnt sich ja an alles.
Aber dann aussenherum im Arbeitsbereich alles klasse ,super nette Kollegen,nette wohlerzogene Studenten alles schoen.... nur geh niemals in die Tiefe. Ich habe es mir hier abgewoehnt ,es ueberhaupt zu versuchen Gespraeche zu beginnen lol interessiert hier eh keinen ...oops ausser natuerlich meinem Mann lol. Ich vermisse hier meine allerbeste Freundin mit der man ueber Gott und die Welt diskutieren konnte,ueber Kindererziehung, Partner und weiss der Kuckuck noch alles .Dafuer find ich hier nix . ...
Und dennoch ,ich liebe es hier zu leben,denn ich find es nett wo immer man hineinkommt wird man nett begruesst ,der Service ist toll. Die Aerzte ,Lehrer etc alles ist schon viel angenehmer als in Deutschland gott sei Dank hab ich meinen Mann und meine Freundin die mich aus D woechnetl. anruft... sonst wuerde ich hier schon emotional vereinsamen.
Wenn freuher Leute meinten ,dass Amerikaner oberflaechlich sind ,dann fand ich das total boes und fuehlte mich fast persoenlich angegriffen.Heute muss ich sagen, sie sind es wirklich und man muss lernen damit umzugehen . Ich vermisse auch wirklich tolle Gespraeche /Erfahrungsaustausch unter Kollegen ...lol vergiss es laeuft hier nicht.... Schade ist wirklich,dass mein Mann als nichtKuenstler natuerlich keinen Schimmer von meinem Job hat und somit auch nichts von ihm herkommen kann. Und dennoch ich liebe es hier ,ich liebe die Weite die man hier hat ,ich liebe die Waelder umzu(welche zur Zeit recht nackert dastehen) durch die mich taegl. der Highway fuehrt.Meine Seele scheint hier herzugehoeren und ich bin gluecklich hier leben zu duerfen,mein Kind scheint das gluecklichste Kind der Welt zu sein und das macht mich natuerlich zur gluecklichsten Mom der Welt.
oops sorry ist so viel geworden:)
Den Schuh den ich mir zuerst ausgezogen habe waren auch die guten Freundinnen. Ich hab es mittlerweile aufgesteckt, zum Labern ueber Labels, Coach Purses und so reicht es aber zum tiefgehenden Gespraech nicht. Immer wenn ich mal denke, na das ist mal jemand der mir liegt, zieht diese Person entweder weg, oder noch besser, meldet sich nur noch sporadisch und nur wen sie was will. :confused
Also die Ansprueche an andere Menschen muss man wirklich zurueckschrauben. Dabei ist es komisch, mein Mann hat einige gute Schulfreunde mit denen er immer noch in Kontakt steht mit denen ich mich super verstehe und wo auch "solche" Gespraeche mit drin sind (leben aber leider alle weit weg). Nur Frauen als Freundinnen finde ich keine.
Ansonsten ist es hier fuer mich eigentlich viel schoener geworden, als ich dachte, und mit meiner Arbeits- und Lebenssituation bin ich sehr zufrieden. Ob ich nochmal nach D zurueckwollte, weiss ich nicht, es ist schon ein reverser Kulturschock. Es sind auch viele Dinge fuer mich moeglich die in D so nicht gingen. Wir haben z. Bsp. noch ein Sommerhaus an einem See in Central NY. Irgendwann wuerde ich auch gern komplett aufs Land ziehen.
nc-bulls
30.12.2005, 09:14
JA, das meisste war schon so wie unsere vorstellung von der umgebung hier war.
jeder faengt halt unterschiedlich in den usa an , wie auch bei einem umzug in deutschland. basic english sollte man kommen...der rest kommt von alleine.
DU bist gerne hier ueberall willkommen....bleibe freundlich und die leute um dir sind auch alle freundlich. suche dir eine gute nachbarschaft aus......nachbarn hier helfen immer und koennen auch bei anderen sachen wichtig sein.
die tageszeit sagen...sprich ..gruessen ist extrem wichtig...egal wo und wann.
viele lebensmittel sind hier zu anderen preisen zu haben..schock....aber gleicht sich gut aus. aber fuer deutsche gelueste teurer, bei uns hier.
Na da kann ich den anderen nur beipflichten. Ich bin zwar erst seit zwei Monaten hier, aber dadurch dass ich hier ja vor vier Jahren ein Praktikum gemacht habe, wusste ich zumindest ansatzweise auf was ich mich einlasse. Ich kann auch nur jeden empfehlen, der von der grossen weiten Welt traeumt, erstmal fuer eine begrenzte Zeit in das Land zu gehen wovon er traeumt. Sofern er natuerlich die Moeglichkeit hat. Ja es laeuft hier halt doch vieles anders, als man es kennt und da bin ich als Neuankoemmling auch quasi taeglich am dazulernen.
Ich weiss auch derzeit noch nicht, ob ich hier alt werden moechte, aber ich denke das liegt auch ganz einfach an den Umstaenden, wie ich hier bin. Es ist zwar einiges weniger zu regeln, wenn man diesen Schritt allein geht, aber man ist dann hier auch erstmal ohne gute Freunde und Familie und ich denke dessen sollte man sich bewusst sein. Und es braucht eben auch wieder Zeit um sich hier gute Freundschaften auf die man bauen kann aufgebaut hat.
So genug philosophiert, bin aber trotzdem froh ueber den Schritt, diese Erfahrung kann mir eben keiner nehmen und es ist auch keine Erfahrung, die ich missen moechte.
Vielen Dank für die Antworten!
Ich glaube nun mir noch besser vorstellen zu können, wie es ist in ein ganz anderes Land zu ziehen und dort zu Leben!
Selber probieren Fabi - aber so wie ich Dich kenne (und suess wie Du bist :cool: ) wirst Du sicher beim naechsten Aufenthalt eine coole amerikanische Freundin an Land ziehen, oder ;)
Karl-Heinz
10.01.2006, 23:44
Zumindest kann man sich heute mit Hilfe des Internet von Deutschland aus wesentlich besser informieren, wie ein Leben in den USA ausfallen könnte, als vor 50 Jahren.
Für die Mehrheit der Einwanderer sind die ersten Jahre schon allein wegen der Umgewöhnung die schwersten. Danach wird es fast immer besser. Man muss im späteren Leben nur aufpassen, dass man sich für das Alter absichert - wenn der Pay check nicht mehr jede Woche rein kommt. :rolleyes:
Hi.
@Wolf
Ja, ein Highschool Jahr würde ich auch gerne machen!
1. Ich gehe auf ein Montessorie Gymnasium und deshalb ist das nicht so einfach.
2. Das kostet ja auch leider ein paar Euro
Aber ich habe ja auch noch ein zwei Jahre Zeit!
Es sei denn, dass wir dann schon drüben sind!:notworthy
@ nc-bulls
Ja, das ist mir auch aufgefalle, dass die meisten Amerikaner immer freundlich grüßen.
Das find ich total Klasse!
Wenn man hier in D einen Fremden grüßt oder zuwinkt, sind die meisten etwas irritiert oder fühlen sich wahrscheinlich angegriffen!
@Sabine
Wollen wir mal sehen. :o
@Karl-Heinz
Das kann ich mir vorstellen, wie gut wir es heute haben!
Ich muss zugeben, ich kann mir es eigentlich gar nicht anders vorstellen als wir es heute haben.
es gibt hier in den Staaten auch Montessouri Schulen .Am besten waere ,Du wuerdest bzw. Deine Eltern zu einer dieser Einrichtungen Kontakt aufnehmen.....
Danke für deine Antwort Heidi!:)
Du hast recht, wir müssen uns mal über Montessouri-Schulen in den USA informieren!
Bis dann.
Es gibt sogar eine hier in Cape, ganz in unserer Naehe, Fabi.
Cool,
Dann werden wir dort anfangen und uns erkundigen.
Das währe ja toll, wenn das gehen würde!:biggrin :biggrin
Vielen Dank Sabine!
Mein Sohn geht auf eine Montessori Schule hier, ist sogar die public school in unserem Ort, und wir sind sehr zufrieden. Laeuft genauso ab wie in D-Land, nur dass sie nicht extra kostet.:)
Ich find das cool, dass es genau so abläuft wie hier!
Danke.
Meine Erwartungen wurden zum Teil enttaeuscht, zum Teil getroffen und zum Teil uebertroffen, ich kann das pauschal nicht sagen.
Ich kannte die USA von diversen Urlauben, aber Florida, Los Angeles und NYC oder was man sonst als Tourist so sieht, sind eben nur ein kleiner Teil dieses Riesenlandes. Und auch die Informationen aus den Medien und dem Internet spiegeln nur einen kleinen Abschnitt der Realitaet wieder, wenn man denn dann erst mal selbst hier lebt und den Alltag meistern soll.
Es sind, wie schon so viele vor mir gesagt haben, die ganz vielen kleinen Dinge, die anders sind. Ob besser oder schlechter sei dahingestellt. Das sind die Fenster, die anders funktionieren, die Tuergriffe, die anders sind, das Heizungssystem.
Nehmen wir zum Beispiel die Stromversorgung, auf die Abrechnungsmodalitaetetn wurde ja schon hingewiesen (bei uns kann man aussen am Haus den Strom ablesen, ohne dass man einen Termin mit dem Ableser haben muss).
Hier bei uns auf dem Land kommt der Strom mit Ueberlandleitungen, genauso wie Telefon und/oder Kabelfernsehen. Wir haben hier einen highspeed internetzugang und eine flatrate, aber wenn im Blizzard die Baeume umknicken oder Eis und Schnee die Leitungen ueberfordern, dann sitzen wir im Dunklen und sind von der Aussenwelt abgeschnitten.
Wir haben hier zwar eine eigene Wasserversorgung, aber ohne Pumpe geht da auch nichts. Das Abwasser geht bei uns in einen septic tank, aber die Klospuelung wird mangels Strom auch irgendwann nicht mehr mit Frischwasser versorgt. Sollte der Kuehlschrank ausfallen, ist uns gerade jetzt im Winter nicht bange, wir bringen die Lebensmittel dann einfach nach draussen, kalt genug ist es ja. Die Tiefkuehltruhe haelt die Temperatur noch einige Stunden, aber dann wird es auch problematisch.
Also sorgt man hier vor, hat Nutz- und Trinkwasservorraete im Keller und auch einige wichtige Lebensmittel schon gebunkert. Denn Einkaufen koennte ein Problem werden, wenn im naechstgelegenen Supermarkt die Kasse nicht funktioniert. Wir haben ausreichend Kerzen und Taschenlampen, die kids koennen mit ihren i-pods auch ohne Strom etwas laengere Zeit Musik hoeren und die guten alten Brettspiele werden herausgekramt.
Irgendwann ist der Strom dann wieder da und das normale Leben geht weiter, als waere nichts geschehen.
Der Unterschied zu Deutschland ? Die Menschen stellen sich auf bestimmte Situationen ein, ohne zu jammern, jeder tut das, was er persoenlich dazu beitragen kann, um die Situation zu verbessern. Es wird nicht darueber geschimpft, das frueher alles besser gewesen waere, weil es ja meistens auch gar nicht stimmt. "Let's move on from here" ist so ein Motto, dass mir immer wieder gut gefaellt.
Und was ich besonders schoen empfinde: schon nach einer Stunde Stromausfall hat mein Nachbar angefragt, ob bei uns alles ok waere.
die stromausfaelle kommen mir bekannt vor ...... ein weihnachten sasen wir auch fuer 3 tage ohne strom da und die einzige waerem kam aus dem Kamin , plus etwas licht dank oellampen und zur unterhaltung ein radio :D
draussen war alles eingeschneit und ohne den Jeep mit 4x4 haetten wirs nicht sehr weit geschaft.
Der unterschied hier n solchen situationen ist wie oben beschrieben ,die leute heulen niht rum oder suchn schuldige , sondern akzeptieren die dinge wie sie sind und machen das beste draus
Ja, das ist mir auch schon aufgefallen, das die meisten Amerikaner nicht rumheulen und um Hilfe rufen wie die Deutschen.
Sie akzeptieren ihre Situation und versuchen eine Lösung zu finden.
Ich find auch klasse, dass die meisten Amerikaner wirklich hilfsbereit sind und so gut wie bei jeder Situation um Hilfe eilen.
Nicht wie die "meisten" Deutschen, die entweder fröhlich zuschauen oder einen total ignorieren, um bloß nicht mit reingezogen zu werden.
Was mir auch aufgefallen ist, das die Amerikaner mit wildfremden Leuten einfach so ein Gespräch anfangen oder einfach mal Grüßen.
Hier geraten die meisten Leute ja schon in Panik, wenn man sie schon nur ansieht.
Hier geraten die meisten Leute ja schon in Panik, wenn man sie schon nur ansieht.
Sehr treffend ausgedrueckt! Genau so habe ich es auch empfunden!
american
02.03.2006, 19:50
Da haben wir uns fürher immer ein Spaß mit gemacht. Rein in die U-Bahn und ein lautes Guten Tag in die Runde. Man, soviel verdatterte Gesíchter hat man noch nicht gesehen.
:haha
Da waere ich gerne dabei gewesen :D
die schwarzfahrer hatten bestimmt angst, das der kontrolleur kommt :D
Lol, das koennte gut sein :D
Hier geraten die meisten Leute ja schon in Panik, wenn man sie schon nur ansieht.
:D die wuerden bei mir hier im "country" ne herzatacke bekommen wenn der Nachbar mit der Shotgun in der Hand froehlich im vorbeigehen gruesst :shot
odereim court-day jede maenger Jaeger mit geschulterten gerade erstandenen gewehren rumlaufen.
höhö, das kann ich mir sogar sehr gut vorstellen.
:D die wuerden bei mir hier im "country" ne herzatacke bekommen wenn der Nachbar mit der Shotgun in der Hand froehlich im vorbeigehen gruesst :shot
odereim court-day jede maenger Jaeger mit geschulterten gerade erstandenen gewehren rumlaufen.
:D Schoene Vorstellung! :D
patty579
03.03.2006, 20:21
So schön ich die amerikanische Offenheit Fremden gegenüber finde, ich bin ein bißchen schüchtern und hab mich, als ich vor ca 5 Monaten das erste Mal hier einkaufen war, sehr erschrocken, als ich in ein Schuhgeschäft hineinging und der Verkäufer mich anlächelte und sagte: Hi, how are you doing today?
:eek:
Ich muss ausgesehen haben wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Denn solche Höflichkeiten kenne ich einfach überhaupt nicht. Ich hätte mich wahrscheinlich wohler gefühlt, wenn mich der Verkäufer angeschnauzt hätte: Was willstn?!:aufsmaul
Naja. Mittlerweile fange ich selbst schon Gespräche mit Verkäufern, Kassierern und allen möglichen Leuten auf der Straße an!
Auch wenn auch ich noch eine gute Plauderfreundin vermisse, aber ich denke, das wird sicher bald, wenn ich erst mal meine Arbeitserlaubnis habe und dann öfter unter Leute komme.
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