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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Standortwahl



Mick
25.08.2006, 11:04
Ich brauche euren input, da ich mit meiner Suche nach einem Standort zu keiner Entscheidung komme.

Bisher habe ich folgende Überlegungen angestellt:

- es sollte eine Stadt oder Metropolregion sein, die so ca. 1 mio Einwohner hat. Ich denke (vielleicht liege ich daneben), dass das ungefähr die kritsche Grösse ist: genug gross, dass es Jobmöglichkeiten gibt und gleichzeitig noch bezahlbare Wohnungen.

- zumindest für die Anfangsphase wäre es mir wichitg, dass ich auf ein Auto verzichten kann und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel benutzen könnte. Ich weiss, nur in wenigen Städten ist das möglich. Ich werde am Anfang aber nicht sehr viel Geld zur Verfügung haben, weshalb ich eigentlich kein Auto kaufen möchte bevor ich nicht einen Job habe und ohne Auto auf Jobsuche zu gehen ist ja eben in den meisten Ortschaften nicht wirklich machbar.

- es steht und fällt alles mit den Jobmöglichkeiten, deshalb ist es am einfachsten gleich in einer Boomregion Fuss zu fassen. Gemäss meiner I-net recherche findet man Städte wo es offene Stellen gibt eher im Südwesten (Las Vegas, Texas), allerdings ist man gerade dort auf ein Auto angewiesen.

- im Moment ist Chicago auf meiner Liste recht weit oben. In der Anfangsphase kann man wohl auf ein Auto verzichten, der Arbeitsmarkt ist wohl auch in guter Verfassung und auch die die Wohnungen sind bezahlbar. Hier ein 1 bedroom für 800 $ (http://chicago.craigslist.org/nch/apa/198532516.html) das bezahlt man bspw in München auch.

Eure Meinungen, Ergänzungen, Vorschläge interessieren mich :thumbsup

Wombel
25.08.2006, 16:21
Hi Mick,

deine Ueberlegungen klingen vernuenftig. Allerdings solltest du ueberlegen, wie du ohne Auto so einfche Dinge wie Einkaeufe erledigen willst. Ich weiss, das geht alles, ist aber schwierig.

Du solltest die Stadt, in die du ziehst, aber auch lieben. Ich koennte nicht gut in L. A. oder Chicago leben. Die Staedte sind mir einfach zu gross.

$800 fuer ein one-bed finde ich wiederum teuer. Bei uns bezahlt man nur $350 - $450 dafuer.

Welche Art von Job strebst du denn an?

LG aus Boise

Klaus

Mick
25.08.2006, 17:15
ja, das Leben mit Auto ist um einiges bequemer, das stimmt. Allerdings kostet es halt gleich einige Tausend $, was ziemlich viel Geld ist wenn man ohne Job ankommt. Hier bin ich Student und arbeite nur teilzeit, ich werde also nach meinem Studium nur 15 000 - 20 000 $ für meine Auswanderung zur Verfügung haben.
Deshalb würde ich dann Lebensmitteleinkäufe just-in-time erledigen, so muss man nicht so viel schleppen und wenn was Grösseres transportiert werden muss oder ein Jobinterview ein bisschen ausserhalb sein wird, kann ich dann ein Auto mieten.



$800 fuer ein one-bed finde ich wiederum teuer. Bei uns bezahlt man nur $350 - $450 dafuer.
Chicago gehört sicher zu den teuren Städten. Anderseits kostet in nyc das 1-bedroom das doppelte. Das ist eben das Dilemma: soll ich in eine grosse Stadt mit mehr Möglichkeiten und höheren Kosten, oder in eine kleinere Stadt wo alles billiger ist aber ev. kein Job für mich zu finden ist.



Welche Art von Job strebst du denn an?
Längerfristig würde ich gerne im Analysebereich arbeiten, ev. Länderanalysen bei Ratingagenturen oder Banken.
Ich denke aber nicht, dass ich gleich nach meiner Ankunft meinen Lieblingsjob auf dem Tablett serviert bekomme, deshlab werde ich die ersten Monate (fast) jeden Job machen, auch um mein Englisch zu polieren und einfach mal ein Einkommen zu haben.
Ich kann nicht richtig einschätzen inwiefern mein Studium und meine Berufserfahrung als Werkstudent mir bei der Jobsuche in USA weiterhelfen.

mustang72
25.08.2006, 18:49
Ich würde eine Region aussuchen die deinen persönlichen Wünschen entspricht wie Klima, Kultur etc und vor allem beruflichen Perspektiven. Darüber hast du hier gar wenig geschrieben respektive ein Ziel. Je nach Studium hast du vielleicht einen bevorzugten Arbeitgeber oder gibt es Hochburgen und vielleicht kannst du schon jetzt aus München einiges aufgleisen. Good Luck anyway!

Was du sicher mal machen kannst wenn du eine Region ausgewählt hast ist wie ich in ein Extended Stay Hotel zu gehen. Alles möbliert, kleine Küche, Fernseher, wireless highspeed und vor allem keine Kündigungsfristen. Wenn du dann deinen Job hast kannst du dich entsprechend der Lage auf Wohnungssuche machen.


- es sollte eine Stadt oder Metropolregion sein, die so ca. 1 mio Einwohner hat. Ich denke (vielleicht liege ich daneben), dass das ungefähr die kritsche Grösse ist: genug gross, dass es Jobmöglichkeiten gibt und gleichzeitig noch bezahlbare Wohnungen.Ich glaube die bezahlbare Wohnung hat nicht direkt etwas mit der Grösse einer Stadt oder Region zu tun so wie du das jetzt hier bemerkst. Die Preise sind abhängig von der Nähe zum Zentrum. Hier in Austin ist das so und wenn ich Todd's Blog lese gilt das auch für L.A. nur das dort halt das Zentrum etwas grösser ist. :o Im übrigen ist auch das Einkommen mehr oder weniger entsprechend höher oder tiefer in einer Region. Dazu gibt es im Internet ja auch genügend website die solche Vergleiche ermöglichen. So lange du dein Einkommen nur mit deinen Auslagen vergleichst wird es überall mehr oder weniger unter dem Strich auf das gleiche rauskommen. Wenn du aber Geld zum investieren hast gibt es andere Ueberlegungen. Da hat man in CA die viel schlechteren Anlagemöglichkeiten als zB in TX -- weshalb ich nun auch hier bin. So wie ich deine Lage verstehe kann dir das aber egal sein.


- zumindest für die Anfangsphase wäre es mir wichitg, dass ich auf ein Auto verzichten kann und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel benutzen könnte. Ich weiss, nur in wenigen Städten ist das möglich. Ich werde am Anfang aber nicht sehr viel Geld zur Verfügung haben, weshalb ich eigentlich kein Auto kaufen möchte bevor ich nicht einen Job habe und ohne Auto auf Jobsuche zu gehen ist ja eben in den meisten Ortschaften nicht wirklich machbar.Jetzt kommen wir zum Catch 22: Und auf den vorherigen Punkt mit den Wohnungspreisen. Je weiter ausserhalb vom Zentrum du lebst um so schwierig wird das nun denn deine nächste Bushaltestelle ist vielleicht einige Meilen entfernt. In den Aussenregionen läuft das auf Park-and-ride hinaus und in Zentrumsnähe machen die Mehrkosten für die Wohnung uU mehr aus als mit dem Auto zu pendeln. Ist dein Arbeitgeber wiederum nicht im Zentrum hast du ebenfalls Pech. Und dann muss man sich halt einfach auch klar sein wie gross in Fläche diese Städte sind. Du kennst dich ja mit Zürich etwas aus als Vergleich. Austin hat zB etwa die gleiche Einwohnerzahl wie der Grossraum Zürich (~1 Mio. Einwohner) verteilt sich aber über etwa den ganzen Kanton Zürich. Da hab ich dann immer wieder etwas Mühe wenn man die öffentlichen Verkehrssystem der USA gemängelt. Auch in Europa sind die nur in Ballungszentren vorhanden und möglich. Auf dem Lande wo alles verteilt und weitläufig ist, ist das kaum vernünftig realisierbar. So sehen hier aber ganze Städte aus!

Thomas
25.08.2006, 21:14
mmmhhh, schwer zu sagen....

Anscheinend scheiden sich ja die Geister, was denn nun wichtiger sei als Auswahlkriterium. Die Entscheidung wird Dir wohl tatsaechlich niemand abnehmen koennen.

Im Finanz-/Bankbereich kommen ja im Grunde relativ wenige Standorte ueberhaupt infrage. Laenderanalyse bzw Rating ist ja schon etwas spezieller und wird nicht von jeder Feld- Wald- und Wiesen- Credit Union angeboten, oder ?

Hat man sich da erst mal orientiert, kann man ja immer noch sagen, dass einem zB Minneapolis/StPaul besser gefaellt als Atlanta oder umgekehrt.

Im Uebrigen denke ich persoenlich, um sich erst einmal mit Land, Leuten und Sprache auseinanderzusetzen, kann man frei waehlen und sich seinen Lieblingsort aussuchen. Dann im Anschluss in eine voellig andere Stadt zu gehen, um einem konkreten Job nachzugehen, kann man immer noch. Hier ist es ja durchaus nicht unueblich, dass Leute wegen des Berufs von der Westkueste an die Ostkueste gehen und umgekehrt.

Coyote
25.08.2006, 21:33
schwierige Frage. Ich denke auch, in erster Linie muss man schauen, wo es jobs gibt. Ich glaube nicht, dass in Las Vegas zum Beispiel viele und interessante jobs im Finanzbereich zu finden sind. Die duerften wohl auf die grossen Metropolen konzentriert sein, allen voran New York, dann Boston, Los Angeles, Chicago und San Francisco.

Der Vorteil: dies sind auch die einzigen Staedte, in welchen ich mir ein Leben ohne Auto vorstellen koennte, wobei Los Angeles definitiv schon nicht mehr dazu gehoert. De Nachteil: das Wohnen in diesen Staedten ist sehr teuer, ich halte $ 800 fuer ein 1br apartment in Chicago fuer sehr niedrig und vermute einmal, dass es sich nicht in einer guten Gegend befindet. In New York City muss man fuer ein 1-br sicherlich mit mindestens $ 2000 im Monat rechnen, wenn man in einem halbwegs anstaendigen apartment leben will und nicht stundenlang zur Arbeit Zug fahren will. Im Grossraum L.A. duerfte man unter $ 1300 auch kaum etwas interessantes finden. Und aehnlich wie in Muenchen muss man wirklich recht nah am Zentrum leben, um wirklich ohne Auto leben zu koennen, es gibt zwar aehnlich wie in Bayern in den Staedten auch ein weit ins Umland reichendes S-Bahn System, aber wie Adrian schon sagt, man braucht dann doch noch das Auto um vom Apartment zur Bahnstation zu gelangen.

Andererseits sind natuerlich die Lebenshaltungskosten auch irgendwo in den Gehaeltern zu finden. So wird man in New York City normalerweise im gleichen job ein weit hoeheres Gehalt finden, als in Dallas, da auch die Arbeitgeber wissen, dass die Mieten bezahlt werden muessen. Man muss sich auch diese Sachen mal durchrechnen, denn manchmal gibt es da interessante Ueberraschungen, so kenne ich Leute, die ganz happy waren, dass sie in New York 30% mehr verdienten als in Phoenix, ohne daran zu denken, dass ihre Lebenshaltungskosten hier 50% hoeher waren, aber ich kenne auch umgekehrte Faelle, wo sie einen job in Arizona ausschlugen, weil das Gehalt 20% weniger als in New York war, obwohl sie mindestens 25% bei den Lebenshaltungskosten einsparen koennten.

Letztlich aber denke ich machen die Dollars nicht den Unterschied, sondern ob man sich in einer Gegend und mit dem dort angebotenen Job wohlfuehlt und ob es da eine Zukunftsperspektive im Job gibt.

Mick
25.08.2006, 22:12
Ich würde eine Region aussuchen die deinen persönlichen Wünschen entspricht wie Klima, Kultur etc und vor allem beruflichen Perspektiven. Darüber hast du hier gar wenig geschrieben respektive ein Ziel. Je nach Studium hast du vielleicht einen bevorzugten Arbeitgeber oder gibt es Hochburgen und vielleicht kannst du schon jetzt aus München einiges aufgleisen. Good Luck anyway!

Die meisten die VWL studieren arbeiten später bei einer Bank, da wäre der geeignete Ort natürlich nyc. Die Wohnungen sind aber so teuer, dass ich da lieber nicht wohnen möchte, da ich ja nicht weiss wie schnell ich einen Job finden werde.




Was du sicher mal machen kannst wenn du eine Region ausgewählt hast ist wie ich in ein Extended Stay Hotel zu gehen ja, das ist sehr praktisch, das werde ich vermutlich machen.




Ich glaube die bezahlbare Wohnung hat nicht direkt etwas mit der Grösse einer Stadt oder Region zu tun so wie du das jetzt hier bemerkst. Die Preise sind abhängig von der Nähe zum Zentrum
ich meinte die Mieten von verschiedenen Städten, aber in vergleichbarer Lage. Z.B. im Zentrum von Chicago kostet ein 1-bedroom 800$, im Zentrum von Boise kostet dasselbe 1-bedroom 400$ , jedoch brauche ich in Chicago kein Auto, in Boise aber schon.





Und dann muss man sich halt einfach auch klar sein wie gross in Fläche diese Städte sind. Du kennst dich ja mit Zürich etwas aus als Vergleich. Austin hat zB etwa die gleiche Einwohnerzahl wie der Grossraum Zürich (~1 Mio. Einwohner) verteilt sich aber über etwa den ganzen Kanton Zürich. Da hab ich dann immer wieder etwas Mühe wenn man die öffentlichen Verkehrssystem der USA gemängelt. Auch in Europa sind die nur in Ballungszentren vorhanden und möglich. Auf dem Lande wo alles verteilt und weitläufig ist, ist das kaum vernünftig realisierbar. So sehen hier aber ganze Städte aus!

das stimmt wohl, aber deshalb wollte ich eine Stadt aussuchen wo man zentral wohnen kann und nicht vom Auto abhängig ist. Wenn man im Kanton Zürich im ZVV-Gebiet wohnt (z.B. Uster oderso) braucht man uU kein Auto.

Mick
25.08.2006, 22:38
Danke an alle für die hilfreichen Anregungen !!


Im Finanz-/Bankbereich kommen ja im Grunde relativ wenige Standorte ueberhaupt infrage. Laenderanalyse bzw Rating ist ja schon etwas spezieller und wird nicht von jeder Feld- Wald- und Wiesen- Credit Union angeboten, oder ? ja , das stimmt. Entweder machen das die grossen Banken selber oder dann Unternehmen wie Moody's, S & P, die zwar alle auch in Chicago vertreten sind, aber ob mit der entsprechenden Abteilung ist wieder eine andere Frage.


[...]Die duerften wohl auf die grossen Metropolen konzentriert sein, allen voran New York, dann Boston, Los Angeles, Chicago und San Francisco. und von denen wähle ich die mit den tiefsten Lebenshaltungskosten, womit wir wieder in Chicago landen.



Zusammenfassend kann man sagen, dass es zwei Möglichkeiten gibt:

-entweder ich mache es wie Rex gesagt hat: ich wähle ein Ort irgendwo zwischen Miami und LA wo ich einige Monate lebe und jobbe und ziehe erst danach dahin wo es passende Jobangebote gibt.

-oder ich wähle eben direkt eine der grossen Metropolen und versuche mich dort über Wasser zu halten.

Und ich muss noch mehr sparen :(


ich halte $ 800 fuer ein 1br apartment in Chicago fuer sehr niedrig und vermute einmal, dass es sich nicht in einer guten Gegend befindet.
vielleicht kann da unser Chicago - Experte was dazu sagen. Hallo Karl-Heinz, warum ist diese Wohnung so billig ? (http://chicago.craigslist.org/nch/apa/198532516.html) ist Evanston keine empfehlenswerte Gegend ?

mustang72
25.08.2006, 23:23
... vielleicht kann da unser Chicago - Experte was dazu sagen. Hallo Karl-Heinz, warum ist diese Wohnung so billig ? (http://chicago.craigslist.org/nch/apa/198532516.html) ist Evanston keine empfehlenswerte Gegend ?Ich bin ja kein Chicago Experte aber allein von der Map her sind das gute 20 Meilen Luftlinie von Downtown Chicago entfernt und aufgrund der Satellitebilder ein Randbezirk. Fragt sich hier zB wie die ÖV Anbindung ist und du ohne Auto ins Zentrum kommst oder wo dein Arbeitgeber dann auch immer ist.

Im übrigen muss man fast jedes Objekt selber vor Ort anschauen. Vielleicht ist grad nebenan eine Geldwäscherei :eek:

Mick
25.08.2006, 23:52
hmm, stimmt, ich glaube das ist sogar eine eigene Stadt und gehört gar nicht zu Chicago.
So wie ich 's aber verstehe ist die Verkehrsanbindung an Downtown mit öV gewährleistet: http://en.wikipedia.org/wiki/Evanston,_Illinois#Transportation die "El" fährt durch Evanston.

Dass man sich die Wohnung vor Ort anschauen muss ist eh klar, übers I-net würde ich nie was mieten, deshalb gehe ich dann als erstes ins Extended Stay ;)

Andreas E.
26.08.2006, 00:48
Ohne hier Werbung machen zu wollen, Portland, OR ist ungefaehr so eine Stadt: ca. 1 Mio Einwohner (mit Randbezirken) Tri-Met ist gut, neben Bussen haben die auch drei verschiedene lightrail Linien, von Beaverton bis Gresham, downtown zum Flughafen und downtown nach North Portland., mit dem Fahrrad kann man ueberall hin, und Mieten gehen so, je nach Lage (ein 2 Bed/1 Bath vor 4 Jahren in einem ok Apartmentkomplex in einem der besseren Vororte (West Linn) hat uns damals $545 gekostet.) Die groesseren Banken haben hier auch Vertretungen (z.B. BofA) halt in der Innenstadt. Kulturmaessig ist hier einiges los, nur das linke Klima gefaellt mir persoenlich nicht. Meine Schwiemu faehrt mit dem Bus jeden Tag ca. eine Stunde (eine Richtung) in die Innenstadt, und das vom Land (naehe Estacada.) In den westlichen Vororten (bes. Beaverton) ist hi-tech angesagt (Intel), und Nike wie Adidas haben hier grosse Niederlassungen (wenn nicht Zentrale.) Auch Daimler-Chrysler (Freightliner) hat hier ein grosses Werk. Der Ozean wie die Berge sind je 1.5h (mit dem Auto) entfernt, und auch ansonsten ist es sehr outdoorsy und es gibt viele Parks. Nur der Regen von October bis Juni kann einem ein bischen auf die Nerven gehen, dafuer ist der Sommer schoen trocken und warm (JEDES Jahr), und im Winter gibt es im Tal sehr selten Schnee. (Dafuer ab und zu ein paar Eisstuerme.)

Mick
26.08.2006, 08:20
:thumbsup danke für dem Tip, ich werde mich auch über Portland ein bisschen näher informieren. Ich war zwar mal in Portland, ist aber schon ein paar Jahre her.

Lurker99
26.08.2006, 09:04
Guten Morgen allerseits.

Ich würde an deiner Stelle NYC nehmen. Abgesehen davon dass es eine geniale Stadt ist brauchst du einfach die räumliche Nähe zur Hochfinanz. Nur dort kannst du die entsprechenden Kontakte knüpfen. Ausserdem bekommst du dann den "drive" frei Haus mitgeliefert, man lebt im Allgemeinen so schnell wie die Stadt in der man wohnt. Ob du es dort schaffst zu überleben auch ohne Job bei Moody's? Ganz sicher. Hab mal in NYC eine Auswanderin aus der Tschechei kennen gelernt, die hats auch gepackt, und zwar mit 2 Jobs + Studium gleichzeitig und ohne irgendwelche Ersparnisse. Warum solltest du das nicht schaffen?

Abgesehen davon bist du, soweit ich das mitbekommen haben, ungebunden, musst keine Kinder versorgen und hast bald ein abgeschlossenes betriebswirtschaftliches Studium, dir steht also wirklich die Welt offen.

Du musst nur aus der Masse herausstechen (Praktika werden dir da nicht so helfen, die haben alle, die sich dort bewerben). Hast du dir schon mal überlegt, ein Analyse Blog zu machen? Irgendeine Branche, die du magst rauspicken, und tägliche Musings dazu zu schreiben.

Wenn du gut bist (eg nicht falsch liegst) bekommst du sehr schnell einen Bekanntheitsgrad, und hast auch bei Bewerbungen etwas, auf das du verweisen kannst. In meiner Branche machen wir das zB so, dass wir uns anschauen, was so in den einschlägigen Seiten (CodeProject, blogs) veröffentlicht wird und bauen unsere Mitarbeiterwunschlisten darauf auf und versuchen die dann zu bekommen und warten gar nicht auf irgendwelche Bewerbungen, die im Allgemeinen ungelesen im Papierkorb verschwinden.

Schönes Wochenende,

Martin

Coyote
26.08.2006, 10:28
Ja, da stimme ich Lurker zu. Wer im finance business etwas werden will, muss nach New York. Und wer es hier schafft, der schafft es ueberall (das hat schon Frankie gesagt, aber es stimmt wirklich: ) die Stadt ist sehr tough und daher sehr herausfordernd.

Nicht jeder packt es hier, es gibt viele, die nach 6 Monaten aufgeben und wieder gehen, aber die, die sich von 60 Stunden und mehr Arbeitswochen nicht abhalten lassen, und die auch sonst mit dem Tempo hier mithalten koennen, sind recht schnell oben. Siehe mein neuer Nachbar: ist einige Jahre juenger als ich (also in den end-30ern), investment banker, Frau und zwei kids (in Privatschule) und hat sich eben mal so ein townhouse fuer $ 6 Millionen gekauft.

Allerdings hat der Erfolg einen hohen Preis, es ist kein Witz und auch nicht uebertrieben: ich kenne inzwischen sehr viele junge banker, broker etc. und wenn ich 60 Stunden Woche sage, dann ist das auch so gemeint.

Und wer jung, single und flexibel ist, versucht hier meistens in einer WG unterzukommen. Da kann die monatliche Miete dann durchaus auf $ 1000 und weniger in Manhattan sinken.

Karl-Heinz
26.08.2006, 17:09
Mick,
also im Finanzbereich kannst Du sicher in mehreren Großstädten eine Stellung finden, ob New York, Chicago, Atlanta, San Francisco.
Ich kenne natürlich Chicago recht gut. Das Leben ist hier noch nicht all zu teuer, wenn man es von allem mit NYC und SF vergleicht. Öffentliche Verkehrmittel sind in Chicago gut und man kommt gut ohne Auto zurecht. Als Ruth und ich in der Innenstadt gearbeitet haben und wir auch da gewohnt haben, stand unser Auto während der Woche in der Garage und wurde nur für Wochenendfahrten benutzt. Das wäre vergleichsweise in LA nicht möglich.

Der Job ist unbedingt erst einmal das Allerwichtigste und dabei ist weniger wichtig, wie schön die Landschaft ist. Dabei denke ich an meine ersten Jahre nach dem Militär zurück, wo ich jeden Scheißjob angenommen habe, da zu der Zeit eine Rezession in den USA herrschte, was in Zukunft sicher wieder einmal passieren wird - wie immer in gewissen Zeitabständen. Hoffe, dass Du gut mit der englischen Sprache zurecht kommst - unbedingt wichtig. Ich habe noch Englischkurse auf dem College nehmen müssen, was sich später unbedingt bezahlt gemacht hat.

Wenn Du Dich hier erst einmal eingelebt hast und finanziell unabhängiger, kannst Du Dich immer noch umsehen, wo es für Dich besser wäre zu leben.

Immer beachten, dass Du nicht in ein "rat race" kommst. D.h. Du verdienst zwar gut, aber die Lebenshaltungskosten sind auch sehr hoch. Solltest Du jemals Deinen Job länger verlieren, geht es sehr schnell ins Armenhaus, jedenfalls schneller als in einer Gegend, wo der Verdienst zwar niedriger ist, aber Deine Lebenhaltungskosten auch. Deshalb ist es kein Wunder, wenn viele Leute aus California wieder wegziehen, was ein typischer Beispiel dafür ist.
Noch etwas. Bei einem hohen Verdienst ist natürlich auch die Einkommensteuer hoch. Du musst also etwas finden, durch Investitionen oder was immer, damit Du nicht zu stark abgezockt wirst.

Andreas E.
26.08.2006, 18:04
Da haben die anderen recht. Wenn du die Hochfinanz im Auge hast, ist Portland wohl eher Provinz. San Francisco kaeme da wohl eher (an der Westkueste) in Frage, bloss halt teuer.

Thomas
27.08.2006, 03:06
Ich muss einfach noch mal doof nachfragen, weil ich auf die Schnelle nicht finden konnte, unter welchem Status Du denn in den USA leben und arbeiten moechtest ? Im Moment studierst Du doch noch in Muenchen VWL oder nicht ?
Hast Du schon ein Visa in Aussicht, bereits die GC oder gar USCitizenship ?
Weil das waere ja irgendwie Voraussetzung, um "einfach so" in NYC, Windy City oder SF erst mal jobben und leben zu koennen.

Wenn nicht, dann stellt sich doch die Frage nach dem Job und einem moeglichen Visa-Sponsoren zuerst.

Sorry, aber das interessiert mich ja denn nun doch

Mick
28.08.2006, 07:13
Ich kenne natürlich Chicago recht gut. Das Leben ist hier noch nicht all zu teuer, wenn man es von allem mit NYC und SF vergleicht. Öffentliche Verkehrmittel sind in Chicago gut und man kommt gut ohne Auto zurecht. deshalb hätte ich mich spontan auch für Chicago entschieden, allerdings stimmt es, dass es in nyc noch viel mehr Möglichkeiten gibt. Nur die superteuren Mieten schrecken mich ab, das ist das Einzigste :(



Wer im finance business etwas werden will, muss nach New York. Und wer es hier schafft, der schafft es ueberall (das hat schon Frankie gesagt, aber es stimmt wirklich: ) die Stadt ist sehr tough und daher sehr herausfordernd. :thumbsup ich bin bereit 60 std + zu arbeiten, (hier in München habe ich auch eine ~60h-Woche) und zurückzustecken, schliesslich geht es darum in Amerika zu leben, dafür bin ich bereit fast alles zu machen.


Hast du dir schon mal überlegt, ein Analyse Blog zu machen? Irgendeine Branche, die du magst rauspicken, und tägliche Musings dazu zu schreiben. ja, daran habe ich auch schon gedacht, ist mir im Moment aber zuviel Zeitaufwand.


Rex, ich habe das Riesenglück den blauen Pass hier in der Schublade zu haben. Ab und zu mache ich die Schublade auf und schaue den Pass an, blättere darin und leg ihn wieder zurück. Einfach so. :D

Pitti
28.08.2006, 07:25
Hi Mick,
zum Thema Auto möchte ich Dir mal unsere Gedankengänge erzählen: wir haben in der Zeit meiner Ausbildung ja gar kein Einkommen und sind zu 100% auf unser Erspartes angewiesen. Aber in Alabama geht´s gar nicht ohne Auto. Deswegen haben wir uns entschieden, ein klitzekleines, günstiges Auto anzuschaffen. Kein Traumauto, nichts tolles. Es soll fahren. Punkt.
Vielleicht kannst Du in ähnliche Richtung denken?
Denn ohne Auto bist auch in der Freizeitgestaltung recht eingeschränkt. Und der Mensch kann ja nicht nur arbeiten! Das Auftanken der Kraftreserven darf man nicht außer Acht lassen...
Ich denke auch, daß Du Dir einen Überblick über die Jobangebote und deren geografische Lage verschaffen solltest. Und danach entscheiden, wo es zu Anfang hingeht. Daß Du da nicht bis ans Ende aller Tage bleiben mußt, hast Du ja im Hinterkopf...
Viel Spaß und vor allem Glück bei Deinen Überlegungen wünscht Dir
Pitti

Thomas
28.08.2006, 09:59
Rex, ich habe das Riesenglück den blauen Pass hier in der Schublade zu haben. Ab und zu mache ich die Schublade auf und schaue den Pass an, blättere darin und leg ihn wieder zurück. Einfach so. :D

Verstehe, ok. Vermutlich hattest Du das auch schon an anderer Stelle erwaehnt und ich hab's schon wieder vergessen oder uebersehen. Sorry.

Ich hoffe ja auch darauf, irgendwann mal so ne Schublade zu haben ;)

american
28.08.2006, 13:13
Verstehe, ok. Vermutlich hattest Du das auch schon an anderer Stelle erwaehnt und ich hab's schon wieder vergessen oder uebersehen. Sorry.
@Rex
http://www.roundtable-usa.com/showthread.php?t=1007
:D

sunshine
28.08.2006, 15:22
Mick, ich bin kein Experte und kann dir daher auch gar keine Tips geben, welcher Ort wohl der richtige für dich ist. Dennoch wollte ich dir einfach sagen, dass ich dir die Daumen halte für deinen weiteren Weg. Wir sind schon alle sehr gespannt wie er weitergehen wird. :)

Mick
28.08.2006, 19:52
Danke Pitti und sunshine, dass ihr die Daumen drückt. Allerdings bin ich erst ganz am Anfang meines Auswanderungsprozesses ... bin aber optimistisch, dass alles smooth über die Bühne geht :D

MaraC
29.08.2006, 00:02
@Mick, ist nicht ganz korrekt dass man in Las Vegas zwingend ein Auto braucht, wenn du in der der Naehe der Innenstadt wohnst und/oder eben guenstig an einer Busroute kannst du auch ohne auskommen. Der oeffentliche Personennahverkehr hier heisst CAT, vielleicht kannst du da mal nach googlen. Die nehmen auch Raeder mit, allerdings weiss ich nicht wie hardcore du da bist, bei 45 Grad mit dem Rd zur Arbeit waer nix fuer mich ;)
Ausserdem kannst du dich auch fuer die Fahrt zur Arbeit nach Mitnahmegelegenheiten erkundigen. Ganz einfach wuerde es nicht sein aber fuer eine Zeitlang machbar, denk ich.
PS Wegen groceries, Albertsons und Vons liefern auch direkt ins Haus gegen $9.95, lohnt sich dann bei Grosseinkauefen.

Mick
29.08.2006, 19:15
Danke für den Tip Mara, ich hätte nichts dagegen für einige Zeit in Las Vegas zu leben, aber aufgrund der Jobmöglichkeiten wird es vermutlich nyc

Mick
31.08.2006, 21:52
Und wer jung, single und flexibel ist, versucht hier meistens in einer WG unterzukommen. Da kann die monatliche Miete dann durchaus auf $ 1000 und weniger in Manhattan sinken.

Ich habe noch eine Frage zu den Wohnungen, die du sicher beantworten kannst. In Harlem/Morningside sind alle Wohnungen einige $100 billiger als woanders in Manhattan.
Ist das keine gute Idee dort eine Wohnung zu suchen? ev. ein Problem wenn die Anschrift auf den Bewerbungen steht? :confused
Wir waren im Mai kurz auf der 125th. Wenn man nicht schwarz oder hispanic ist, fällt man zwar auf, aber sonst fühlte ich mich (jedenfalls tagsüber) so sicher wie in einem anderen Viertel auch :confused

Lurker99
31.08.2006, 22:53
Gerade in dem Business, in das du möchtest, ist Image und Auftreten alles. Mit einer Harlem Adresse wirst du vielleicht einen Job bekommen, aber sicher nicht die Aufstiegschancen haben wie jemand der in der Fifth Avenue wohnt.

Ehrlich gesagt habe ich hier das Gefühl das du dir zu viele Gedanken machst über Dinge, die sich mit dem ersten Job als irrelevant erweisen werden. Wenn du in NYC einen Job in der Finanzbranche bekommst verdienst du auch genug, um dir eine anständige Wohnung leisten zu können. Und eine gute Idee von Coyote ist die Sache mit der WG, dass heisst ja nicht schmuddelige kleine Wohnung wie in Europa in WGs üblich, sondern man kann das ja auf hohem Niveau machen.

Coyote
31.08.2006, 23:06
Wobei man die Frage der Adressen nicht ueberbewerten sollte. Niemand erwartet von einem entry-level Banker, dass er eine Fifth Avenue Adresse auf der Upper East Side hat, im Gegenteil, das wuerde schon wieder komisch aussehen. Es gilt auch hier der Grundsatz, man sollte nicht besser wohnen als sein Chef.

Harlem und Morningside Heights und ueberhaupt Manhattan noerdlich der 96. Strasse sind immer mehr im Kommen. Wen das interessiert, der wird nach den Feinheiten der Adresse schauen, da dieses Gebiet sich ja noch einmal in viele kleine unterschiedliche Nachbarschaften aufteilt. Aber ich denke bei einem entry level job interessiert den Arbeitgeber das noch nicht. Viel bedeutender ist es, ob man sich selbst wohlfuehlt wo man wohnt, und das kann man nur selbst herausfinden. Es gibt dort Gegenden, in denen ich mich auch wohlfuehlen koennte, und andere, um die ich einen grossen Bogen machen wuerde.

Aber lurker hat Recht, hat man erst mal einen Job in diesem business, verdient man auch genug, um sich eine Wohnung in einer ordentlichen Gegend leisten zu koennen. Und was die WGs angeht, man benutzt den Begriff hier uebrigens nie, es ist ganz normal unter halbwegs jungen Leuten, dass man sich ein groesseres Apartment mit ein oder zwei "roommates" teilt. Man darf sich das nicht so studentisch verschmuddelt vorstellen, sondern meistens sind die Mitbewohner ja auch professionals.

Andreas E.
31.08.2006, 23:27
Und was die WGs angeht, man benutzt den Begriff hier uebrigens nie, es ist ganz normal unter halbwegs jungen Leuten, dass man sich ein groesseres Apartment mit ein oder zwei "roommates" teilt. Man darf sich das nicht so studentisch verschmuddelt vorstellen, sondern meistens sind die Mitbewohner ja auch professionals.

Hach, genau wie bei "Friends."

Und wenn man ne neue Wohnung sucht, erst immer die Todesanzeigen lesen. :D

Ist da eigentlich etwas wahres dran?

Mick
31.08.2006, 23:50
Da habt ihr natürlich recht, sobald die Jobfrage geklärt ist, muss man sich um die Wohnung keine Gedanken mehr machen. Ich werde dann auch von hier aus schon Bewerbungen losschicken und im Idealfall habe ich einen Job bevor ich umgezogen bin, es kann aber auch sein, dass ich nur mit einem Koffer ankomme und die ersten Monate ohne Einkommen überleben muss, während ich auf Jobsuche bin.

Ich versuche halt einige "Szenarien" durchzuspielen ...

Coyote
01.09.2006, 02:43
Gerade ohne job solltest Du die WGs genauer in Betracht ziehen, da man kaum einen Vermieter finden wird, der einem eine Wohnung vermieten wird, ohne Job- und Verdienstnachweis.

Sabine CA
01.09.2006, 04:46
... stimmt genau, nicht zu vergessen die credit history.
Bei uns musst Du 3 x die Miete als Verdienst vorweisen plus eine einwandfreie credit history. Auch als "room mate" wirst Du auf Herz und Nieren geprueft, vor allem mit der credit history!

Mick
01.09.2006, 09:55
Das habe ich mir auch schon gedacht, steht auch oft in den Anzeigen dabei. Wie schaut's denn aus, wenn man z.B. sechs Monatsmieten im Voraus begleicht? vermutlich alles Verhandlungssache, hat jemand damit schon Erfahrung gemacht?

Wombel
01.09.2006, 13:59
Hi Mick,

yep hier! Zwar nicht in NYC, aber in Boise. Bei der Bueromiete hatten wir weiland angeboten drei Mieten im voraus zu zahlen, da wir ja gar nichts hatten (wir waren ja in der Vorbereitung des Visums).

Jetzt bei der Wohnungssuche war es kein Problem. Allerdings muss ich auch wieder sagen, dass wir zu den Maklergespraechen im entsprechenden Outfit losmarschiert sind, sprich Anzug (ohne Krawatte) und Hosenanzug. Dazu jedes Mal vor einem Gespraech die Schuhe frisch geputzt. (Man sollte immer auf die Schuhe achten :D )

Vielleicht war es Glueck, vielleicht liegt es daran, dass die Welt in Idaho noch in Ordnung ist.

LG aus Boise

Klaus

Mick
01.09.2006, 17:52
Kleider machen Leute ...

Am Anfang ist es wahrscheinlich am einfachsten temporär unterzumieten und die gesamte Miete im Voraus zu begleichen :eek: . Mal schauen wie flüssig ich sein werde.